Corona Virus

Alles was du über das Coronavirus wissen musst

Das Coronavirus hält die Welt in Aufruhr und die WHO hat den Ausbruch mit dem Virus als Pandemie eingestuft. Es stellt eine globale Bedrohung dar – die Fallzahlen steigen weiterhin stark an und stellen das Gesundheitssystem vieler Länder auf die Probe.

In diesem Artikel erfährst du, was das Coronavirus eigentlich ist, was es im Körper anrichtet und welche Strategien es gibt, die Ausbreitung unter Kontrolle zu bekommen. Zum Schluss gehen wir darauf ein, wie du dein persönliches Risiko minimieren kannst.

Was ist das Coronavirus?

Beim aktuellen Coronavirus handelt es sich um das sogenannte SARS-2-CoV. Er heißt Coronavirus, da die Virushülle im Elektronenmikroskop wie eine Krone aussieht. Die Erkrankung, die das Virus auslöst, wird als COVID-19 bezeichnet.

Die Abkürzung SARS kommt aus dem Englischen und steht für Severe Acute Respiratory Syndrome, also schweres, akutes Atemwegssyndrom.

2002 gab es schon einmal einen SARS Ausbruch, der ebenfalls durch ein Coronavirus ausgelöst wurde.

Auch 2012 gab es eine Infektionswelle, die auf einen neuen Coronavirus zurückging, es handelte sich um das sogenannte MERS: Middle East Respiratory Syndrome.

Alle drei Coronaviren haben gemeinsam, dass sie höchstwahrscheinlich aus Fledermäusen stammen. Von der Fledermaus sind sie dann über einen Zwischenwirt auf den Menschen übergangen. Beim aktuellen SARS-2-CoV war der Zwischenwirt wahrscheinlich ein Schuppentier.1)Probable pangolin origin of SARS-CoV-2 associated with the COVID-19 outbreak

Damit ein Virus von einem Wirt auf den anderen übergeht, sind gleich mehrere Mutationen notwendig. Deswegen handelt es sich um ein sehr seltenes Ereignis. Wenn das Virus jedoch einmal auf den Menschen übergegangen ist und dann auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, kann es sich jedoch sehr schnell ausbreiten.

Das sieht man am aktuellen Coronavirus sehr deutlich: der erste Fall wurde im Dezember 2019 in China, in Wuhan bekannt. Heute (20. März) sind bereits über 250.000 Fälle registriert.2)COVID-19 Coronavirus Outbreak Diese Zahl spiegelt jedoch nur die Zahl der offiziell diagnostizierten Fälle wider, die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.

Im Unterschied zu den anderen beiden Coronaviren ist SARS-2-CoV in Bezug auf die Sterblichkeitsrate relativ harmlos. Die Rate wird momentan auf 3,5% geschätzt. Wenn man bedenkt, dass nicht alle Infizierten offiziell registriert werden, ist die Rate jedoch wahrscheinlich noch um einiges niedriger. Das SARS Virus von 2002 hatte eine Sterblichkeitsrate von knapp 10% und MERS von knapp 30%.

Dafür breitet sich das aktuelle Coronavirus jedoch wesentlich schneller aus und das ist genau das, was es so furchterregend macht. Beim SARS Ausbruch in 2002 wurden insgesamt circa 8.000 Fälle registriert, bei MERS circa 2.000.

Innerhalb kürzester Zeit von circa 3 Monaten gibt es also beim aktuellen Coronavirus bereits mindestens 100-Mal so viele Fälle. Sollte sich das Virus weiterhin mit der gleichen Geschwindigkeit ausbreiten, wird es bald viele Millionen Infizierte geben.

Warum breitet sich das Coronavirus so schnell aus?

Wie schnell sich ein Virus ausbreitet, hängt von mehreren Faktoren ab. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, wie effizient das Virus beim Kontakt mit einer Wirtszelle diese infizieren kann. Also falls du mit dem Virus in Kontakt kommst, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es dich infiziert? Dann hängt es vom Virustiter (Anzahl Viruspartikel pro ml) ab.

Das aktuelle Coronavirus wird beispielsweise über Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, dass wenn du mit dem Virus infiziert wärst und hustest oder niest, kann das Virus von dir auf deine Mitmenschen übergehen. Außerdem kann das Virus so auf Gegenstände gelangen, wo es für mehrere Stunden verbleiben und somit Menschen infizieren kann. Je mehr Viruspartikel sich in einem solchen Tropfen befinden, desto eher bekommen die Mitmenschen natürlich eine Dosis ab, die ausreichend ist, um diese zu infizieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Ausbreitung ist die Inkubationszeit. Die Inkubationszeit ist der Zeitraum vom Infektionszeitpunkt bis zum Auftreten von Symptomen. Die Inkubationszeit beträgt beim aktuellen Coronavirus 1 bis 14 Tage und im Mittel 5 bis 6 Tage.3)SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)

Das Problem ist, dass man während der Inkubationszeit noch nicht weiß, dass man infiziert ist, aber bereits andere Leute anstecken kann. Solange man nicht weiß, dass man andere Leute anstecken kann, ist man in der Regel auch nicht vorsichtig. Aus diesem Grund ist soziale Isolation auch in der Abwesenheit von Symptomen so wichtig (dazu mehr weiter unten).

Symptome wie Niesen und Husten, erleichtern zwar die Verbreitung des Virus, aber auch ohne Symptome kann der Virus von einem Menschen auf den anderen übergehen. Eine Studie hat gezeigt, dass der Virustiter bei Personen mit Symptomen ähnlich hoch ist, wie bei Personen ohne Symptomen.4)SARS-CoV-2 Viral Load in Upper Respiratory Specimens of Infected Patients

Was beim aktuellen Coronavirus noch hinzukommt ist, dass er oftmals sogar gar keine oder kaum merkliche Symptome verursacht. Das ist bei jungen Menschen und insbesondere bei Kindern der Fall.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die häufige Abwesenheit oder Milde der Symptome ein wichtiger Faktor ist, der dazu beiträgt, dass sich das Virus so schnell ausbreitet. Aber wahrscheinlich spielen auch eine hohe Infektiosität und ein hoher Virustiter eine Rolle.

Wie das Coronavirus den Körper angreift

Das Coronavirus wird per Tröpfcheninfektion übertragen und befällt die Atemwege. Über Mund und Nase kann es in die Lunge bis in die Lungenbläschen (Alveolen) gelangen. In den Lungenbläschen findet der Gasaustausch statt: der Sauerstoff, den wir einatmen, gelangt über die Lungenbläschen ins Blut.

Wenn das Coronavirus in die Lungenbläschen gelangt, bindet er mit sogenannten Spike Proteinen an Oberflächenrezeptoren von Typ 2 Pneumozyten. Typ 2 Pneumozyten sind Zellen, die eine Substanz produzieren, die das Innere der Alveolen bedeckt, ein sogenanntes Surfactant. Eine wichtige Aufgabe des Surfactants ist, die Oberflächenspannung der Alveolen soweit herabzusetzen, dass diese nicht kollabieren. Denn wenn die Lungenbläschen kollabieren, also in sich zusammenfallen, sind sie nicht mehr in direktem Kontakt mit den Blutgefäßen, wodurch der Gasaustausch nicht mehr stattfinden kann.

Das Coronavirus greift also diese Typ 2 Pneumozyten an. Dadurch gelangt das Erbgut des Virus, die RNA, in die Zelle und bringt diese dazu, viele neue Viruspartikel zu produzieren. Diese Viruspartikel infizieren dann wiederum weitere Typ 2 Pneumozyten. Auf diese Art und Weise vermehrt sich das Virus und breitet sich über die Lunge aus.

Das Virus missbraucht die Wirtszelle also für seine Zwecke. Anstatt das zu tun, was die Zelle normalerweise tut, nämlich im Falle der Typ 2 Pneumozytenzellen, das Surfactant zu produzieren, stellt sie Viruspartikel her. Dadurch wird in den Alveolen nicht mehr genügend Surfactant hergestellt, um ein Kollabieren zu verhindern. Folglich kommt es zu Atemproblemen bis hin zu akuter Atemnot.

Im Falle einer akuten Atemnot muss der Patient an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden. Dies ist bei circa 2,5% der Infektionen der Fall. Durch die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus ist der Bedarf an Beatmungsgeräten natürlich rasant gestiegen. Beatmungsgeräte lassen sich jedoch nicht von heute auf morgen massenhaft produzieren. Die Produktion braucht Zeit und in der Zwischenzeit muss man sichergehen, dass die Zahl derjenigen, die die Geräte benötigen, nicht die Zahl der verfügbaren Geräte übersteigt. Ansonsten steigt die Sterblichkeitsrate drastisch an.

Sterblichkeitsrate bei einer Infektion mit Coronavirus

Wie bereits erwähnt, verlaufen viele Infektionen mit dem Coronavirus harmlos und rufen nur milde oder sogar gar keine Symptome hervor.

Circa 20% der Infizierten müssen ins Krankenhaus, 5% auf die Intensivstation und 2,5% benötigen Beatmungsgeräte.

Laut offizieller Zahlen von der WHO liegt die Sterblichkeitsrate bei 3,4%.5)3.4% Mortality Rate estimate by the World Health Organization (WHO) as of March 3 Die tatsächliche Rate ist jedoch wahrscheinlich weitaus geringer.

Die Rate ist momentan schwer zu berechnen, da man dazu erstens die Zahl der Infektionen kennen muss, zweitens weiß man nicht, wie viele Leute in der Zukunft an Langzeitfolgen sterben werden.

In Ländern, die sehr viele Tests durchführen, ist die offizielle Rate geringer als in Ländern, die kaum testen. Gleichzeitig ist die offizielle Rate auch näher an der tatsächlichen Rate.

Ein gutes Beispiel dafür ist Südkorea. Südkorea hat eine sehr niedrige Sterblichkeitsrate von circa 0,5% und dort wurden sehr viele Leute getestet. Südkorea hat circa 52 Millionen Einwohner und hat knapp 190.000 Leute getestet. Außerdem hat Südkorea ein sehr gutes Gesundheitssystem mit ausreichend Betten, was ein weiterer Faktor ist, der die Sterblichkeitsrate niedrig hält.

Auch in Deutschland ist die Sterblichkeitsrate mit 0,28% sehr niedrig. Wenn man davon ausgeht, dass es in Deutschland deutlich mehr Fälle gibt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen, wäre die Sterblichkeitsrate also noch niedriger. So wird es wohl auch bleiben, solange das Gesundheitssystem nicht überlastet ist und alle Infizierten gut versorgt werden können.

Bisher wurden 44 Tote registriert wurden (Stand 20. März), wodurch eine Überlastung momentan unwahrscheinlich scheint. Wenn man bedenkt, wie leicht sich das Virus ausbreitet, kann die Situation jedoch schnell außer Kontrolle geraten, wenn keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.

In Ländern wie Italien, in denen das Gesundheitssystem überwältigt ist, liegt die Sterberate bei 7,94%, also mehr als 10 Mal höher (allerdings leben in Italien auch viele alte Leute, die zur höchsten Risikogruppe gehören).

Indem man schnell handelt und somit die Ausbreitung verlangsamt, lässt sich also einmal die Sterblichkeitsrate niedrig halten, da das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Außerdem ist natürlich auch die absolute Zahl derjenigen, die an der Infektion sterben niedriger, da es weniger Fälle gibt.

Auch die Verteilung der Altersklassen innerhalb einer Gesellschaft spielt eine Rolle. Da die Sterberate mit dem Alter stark ansteigt, haben Länder mit einem höheren Durchschnittsalter eine höhere Sterberate. Bei über 80-Jährigen liegt die Sterberate bei 14,8 % bei 10 – 39-Jährigen hingegen nur bei 0,2%.6)Age, Sex, Existing Conditions of COVID-19 Cases and Deaths

Unterschied zur Grippe

Laut WHO sterben jährlich circa 290.000 bis 650.000 Menschen an den Folgen der Grippe.7)Up to 650 000 people die of respiratory diseases linked to seasonal flu each year Alleine in Deutschland infizieren sich jährlich schätzungsweise 4 bis 16 Millionen Menschen mit einem Grippevirus und die Zahl der Todesopfer schwankt stark von wenigen hundert bis über 20.000.8)Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe Im Vergleich dazu scheint die Zahl der Toten in Deutschland durch Coronavirus mit 44 (Stand 20. März) sehr gering und ist ein häufiges Argument dafür, dass die Panik um das Coronavirus übertrieben sei.

Man muss jedoch bedenken, dass sich das Coronavirus sehr viel schneller ausbreitet als die Grippeviren. Die meisten von uns hatten im Laufe ihres Lebens schon einmal Kontakt mit einem Grippevirus. Auch wenn sich das Virus jedes Jahr etwas verändert, ist er unserem Immunsystem jedoch nicht völlig fremd. Aus diesem Grund herrscht eine Grundimmunität in der Gesellschaft, die dafür sorgt, dass sich das Grippevirus nicht unkontrolliert schnell ausbreitet.

Das Immunsystem der meisten Deutschen hat jedoch noch nie das aktuelle Coronavirus oder einem verwandten Virus gesehen. Das heißt jeder, der mit diesem Virus in Kontakt kommt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit damit infizieren. Sofern eine Ausbreitung nicht durch strenge soziale Isolation eingedämmt wird, geht man davon aus, dass ein Infizierter 2-3 weitere Leute infiziert. Wenn man davon ausgeht, dass jeder drei weitere Leute infiziert, steigt die Zahl schnell von 1 auf 3, auf 9, auf 27, auf 81 usw.

Aktuell sind in Deutschland circa 17.000 Infizierte registriert (Stand 20. März). Die tatsächliche Zahl wird um ein Vielfaches höher liegen und die meisten Infizierten ahnen nichts davon. Wenn jeder davon 2-3 weitere Menschen anstecken würde, würde die Zahl der Infizierten so schnell explodieren, dass sie auch an die Zahl der Grippefälle heranreichen oder sogar überschreiten könnte. Wenn circa 20% der Infizierten ins Krankenhaus müssen, übersteigt das schnell die Kapazitäten des Gesundheitssystems. Denn die Krankenhäuser sind auch ohne Coronavirus bereits gut ausgelastet und die Zahl der Kranken, die aufgrund anderer Leiden ins Krankenhaus müssen, bleibt weiterhin bestehen.

Wie man eine Ausbreitung verhindert

Da sich das Coronavirus so leicht ausbreitet, ist es entscheidend, eine Ausbreitung zu verhindern oder zumindest stark zu verlangsamen.

Dabei gibt es zwei Strategien:

Eindämmungsstrategie (Engl. Containment)

Bei der Eindämmungsstrategie werden alle Fälle identifiziert und es wird nachvollzogen, mit welchen Personen sie Kontakt hatten. Alle Infizierten und potenziell Infizierten werden also isoliert.

Diese Strategie hat zum Beispiel in Taiwan sehr gut funktioniert. Dort gibt es bisher nur 135 registrierte Fälle und zwei Todesfälle (Stand 20. März).9) COVID-19 Coronavirus Outbreak Dank dieser effektiven Strategie kam das öffentliche Leben nicht zum Erliegen und die Wirtschaft wird wahrscheinlich keinen merklichen Schaden nehmen.

Diese Eindämmungsstrategie funktioniert jedoch nur, bevor sich das Virus übermäßig ausgebreitet hat. Wenn die Zahl der Infizierten überhandnimmt und man den Überblick verliert, weil die Zahl derer, die getestet werden müssten die Kapazitäten übersteigt, ist es nicht mehr möglich, Infizierte und Verdachtsfälle gezielt zu isolieren.

Abmilderungsstrategie (Engl. Mitigation)

Wenn es für die Eindämmungsstrategie zu spät ist, bleibt nur noch die Abmilderungsstrategie, was strenge soziale Isolation bedeutet. Da Deutschland etwas spät reagiert hat, bleibt leider nur noch die diese Strategie.

Soziale Isolierung am Beispiel China

Dass soziale Isolierung eine sehr effektive Strategie ist, die Ausbreitung zu verhindern, sieht man am Fall Wuhan in China. Sobald das öffentliche Leben lahmgelegt wurde und Leute angewiesen wurden, zu Hause zu bleiben, ging die Zahl der Neuinfektionen schlagartig runter.

Es dauert zwar ein bis zwei Wochen, bis sich dies in den offiziellen Zahlen niederschlägt, da Leute diagnostiziert werden, die sich bereits vor einigen Tagen angesteckt haben, aber erst jetzt Symptome zeigen. Aber durch Zurückrechnungen lässt sich zeigen, dass die in Wuhan getroffenen Maßnahmen wirksam waren. Mittlerweile liegt die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen in China bei 0.

Ziel einer sozialen Isolierung in Deutschland

Die Todesrate in Deutschland ist mit deutlich unter 1% vergleichsweise sehr niedrig. Das ist höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass wir ein sehr gutes Gesundheitssystem haben und dass es glücklicherweise mit der aktuellen Situation nicht überlastet ist. Ziel ist also, dafür zu sorgen, dass dies auch so bleibt und dass vor allem auch Patienten mit anderen Erkrankungen weiterhin angemessen versorgt werden können.

Momentan gibt es in Deutschland täglich circa 2,000 registrierte Neuinfektionen (die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich um ein Vielfaches höher). Erfahrungsgemäß müssen circa 5% der Infizierten auf einer Intensivstation behandelt werden und circa 2,5% benötigen Beatmungsgeräte. Wenn die Zahl der Infizierten also weiterhin in diesem Tempo ansteigt, ist abzusehen, dass es bald nicht mehr genügend Betten gibt, um alle Kranken ausreichend versorgen zu können.

Beispiele wie Italien mit einer Sterblichkeitsrate von knapp 8% zeigen, dass diese dann schnell auf ein Vielfaches ansteigt.

Indem man die Ausbreitung verlangsamt, möchte man also erreichen, dass das Gesundheitssystem zu keinem Zeitpunkt überlastet ist und so die Sterblichkeitsrate niedrig halten.

Die Hoffnung ist auch, dass wenn die soziale Isolation in Deutschland für einige Wochen strikt eingehalten wird, die Ausbreitung des Virus soweit unter Kontrolle ist, dass gezielte Isolierungen ausreichen und das soziale Leben langsam wieder aufgenommen werden kann. Hier ist der Zeitpunkt entscheidend: je früher soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, desto schneller kann das soziale Leben wieder aufgenommen werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jeder Einzelne die Isolation ab sofort ernst nimmt und sich daranhält. Eine Verzögerung von nur wenigen Tagen kann sich massiv auf die Fallzahlen auswirken. Laut eines mathematischen Modells am Beispiel der Region Hubei in China, macht nur ein Tag einen Unterschied von 40% bezüglich der Fallzahlen.10)Coronavirus: Why You Must Act Now

Ist die Reaktion angemessen?

Die strikte soziale Isolation bringt auch hohe Kosten mit sich. Wir alle leiden darunter, keinen direkten Kontakt zu Freunden, Bekannten und den meisten Familienmitgliedern haben zu können. Hinzu kommt die Angst um die wirtschaftlichen Folgen. Die Befürchtung ist, dass viele Unternehmen das Herunterfahren des öffentlichen Lebens nicht überleben werden.

Diese Befürchtungen sind natürlich berechtigt. Je schneller und strikter wir die soziale Isolation einhalten, desto schneller kann sie jedoch auch wieder aufgehoben werden.

Die geplanten Maßnahmen der sozialen Isolation sind vorerst bis zum 19. April geplant. Dieser Zeitraum ist überschaubar und wenn die Bundesregierung wie angekündigt finanzielle Hilfen zur Verfügung stellt, um Unternehmen vor der Pleite zu bewahren, sollten sich die wirtschaftlichen Folgen in Grenzen halten.

Die Hoffnung ist, dass in gut einem Monat die Situation so weit unter Kontrolle ist, dass man eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus durch gezielte Isolationen verhindern kann. Dann könnte das öffentliche Leben langsam, mithilfe umfassender Hygienemaßnahmen, wieder aufgenommen werden.

In einem Monat sollte es auch verlässlichere Zahlen dazu geben, wie gesundheitsbedrohlich das Virus wirklich ist. Dann lassen sich Kosten und Nutzen entsprechender Maßnahmen besser einschätzen. Bis dahin gilt es, die weitere Ausbreitung durch soziale Isolation so gut wie möglich zu verhindern.

Behandlung

Die Ausbreitung des Virus und die Sterblichkeitsrate hängt stark von den Behandlungsmöglichkeiten ab. Ein Medikament, das effektiv gegen das Virus wirkt, würde die Bedrohung der aktuellen Situation schlagartig reduzieren. Außerdem wird viel Hoffnung auf einen Impfstoff gelegt, durch den Infektionen verhindert werden könnten.

Chloroquin

Unter den vielversprechendsten Kandidaten an Medikamenten ist der Malariawirkstoff Chloroquin. Chloroquin wird vorbeugend als Prophylaxe und zur Behandlung von Malaria eingesetzt. Erste Studien haben bereits gezeigt, dass Chloroquin die Symptome einer COVID-19 Infektion lindern und die Genesung beschleunigen kann.11)Of Chloroquine and COVID-19

Es wird auch untersucht, ob der Wirkstoff vorbeugend wirkt, also ob er eine Infektion mit COVID 19 verhindern kann. In diesem Zusammenhang ist auffällig, dass sich in Malariagebieten, in denen die Verwendung von Chloroquin weit verbreitet ist, das Coronavirus bisher nicht ausgebreitet hat.

Vorteile von Chloroquin sind, dass günstig, und nebenwirkungsarm ist und sich leicht in großen Mengen produzieren lässt. Da Chloroquin seit 1945 auf dem Markt ist, hat man auch sehr viel Erfahrung damit und weiß, dass er sicher ist. Sollte sich Chloroquin also tatsächlich als wirksam erweisen, könnte es schon bald zur Behandlung von COVID-19 Infektionen eingesetzt werden.

Impfung

Eine effektive Methode, um Risikogruppen zu schützen und eine Ausbreitung zu verhindern, stellt eine Impfung dar. Einen Impfstoff herzustellen ist im Prinzip nicht schwer und dauert in der Regel nur wenige Wochen. Die ersten Impfstoffe gegen das aktuelle Coronavirus wurden auch bereits entwickelt und werden zurzeit in klinischen Studien getestet.

Das Problem ist die Sicherheit. Denn bevor man möglicherweise Millionen Menschen einen Impfstoff verabreicht, muss man natürlich sicher sein, dass die Impfung kein gesundheitliches Risiko darstellt. Im schlimmsten Fall könnten die Folgen eines nicht ausreichend getesteten Impfstoffs ernsthafter sein als die Folgen der Virusinfektion.

Um Langzeitfolgen ausschließen zu können, muss ein möglicher Impfstoff in langangelegten klinischen Studien getestet werden. Deswegen ist ein Impfstoff frühestens in 12 bis 18 Monaten zu erwarten.

Was kannst du tun, um dein Risiko zu minimieren?

Eine Infektion zu verhindern, hat oberste Priorität. Zum einen damit du selbst nicht krank wirst und zum anderen um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das wirksamste Mittel dagegen ist soziale Isolation und umfassende Hygienemaßnahmen. Kein Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungsweise wird dich vor einer Infektion mit Coronavirus schützen können.

Man geht jedoch davon aus, dass das Coronavirus noch einige Zeit kursieren wird, auch wenn die akute Situation unter Kontrolle ist. Auch wenn du es in der aktuellen Situation schaffst, dich nicht zu infizieren, könntest du jedoch in ein paar Monaten oder einem Jahr dem Virus zum Opfer fallen.

Wenn das passiert, möchtest du natürlich nicht zur Risikogruppe gehören. Denn ob du zur Risikogruppe gehörst oder nicht, entscheidet darüber, ob du nur milde Symptome bekommst, oder schwerste Atemnot.

Nach aktuellen Erkenntnissen scheint das Alter ein großer Risikofaktor zu sein.

An deinem Alter kannst du natürlich nichts ändern. Wenn man genauer hinsieht, scheint die Schwere des Krankheitsverlaufs jedoch weniger mit dem Alter selbst, als mit den damit einhergehenden Erkrankungen assoziiert zu sein.

Eine Studie hat ergeben, dass 99% der Personen, die bisher an der Infektion gestorben sind, eine Vorerkrankung hatten. Dabei fällt auf, dass es sich hier in erster Linie um Herz-Kreislauf-Erkrankungen handelt, die im engen Zusammenhang mit Diabetes stehen. Über 75% hatten Bluthochdruck, circa ein Drittel eine Herzerkrankung und circa 35% Diabetes.12)Report sulle caratteristiche dei pazienti deceduti positivia COVID-19 in Italia Il presentere port è basato sui dati aggiornati al 17 Marzo 2020

Diabetes Typ 2 (sogenanntes Altersdiabetes) ist die am weitesten verbreitete Form von Diabetes und diese Art des Diabetes steht in engem Zusammenhang mit den Essgewohnheiten. Mit einer kohlenhydratreduzierten Low Carb oder ketogenen Ernährung kannst du dein Diabetesrisiko minimieren. Solltest du bereits Diabetes haben, hilft eine solche Ernährungsweise, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen, wie beispielsweise die Virta Health Studie gezeigt hat.13)Long-Term Effects of a Novel Continuous Remote Care Intervention Including Nutritional Ketosis for the Management of Type 2 Diabetes: A 2-Year Non-randomized Clinical Trial

Fazit

Bei der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus handelt es sich um eine ernstzunehmende Gefahr, die droht, das Gesundheitssystem zu überlasten. Sollte dies passieren, würde die Todesrate stark ansteigen und es hätte auch dramatische Auswirkungen auf die Behandlung von Patienten mit anderen Erkrankungen.

Um dies zu verhindern, bleibt in Deutschland momentan nur eine strenge soziale Isolation. Dadurch kannst du dich selbst vor einer Infektion schützen und auch dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass du bei einer eventuellen zukünftigen Infektion zur gefährdeten Risikogruppe gehörst, solltest du dein Diabetesrisiko soweit wie möglich reduzieren.

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