Paleo Diät: Gesunde Ernährung auf einen Blick

Paleo Diät Plan

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde durch einen von PRIMAL STATE lizenzierten Autor verfasst und durch den wissenschaftlichen Beirat auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft und bestätigt.

Übersicht

Lesedauer: etwa 5 Minuten  /  Niveau: Einsteiger

Die Anzahl an unterschiedlichen Diäten lässt sich mittlerweile wohl kaum noch überschauen. Nahezu jede Ernährungtheorie hat ihre eigene Diät erfunden. Und deren Verfechter streiten kompromisslos jegliche andere Ernährungsweise ab. Klar, dass es da schwierig ist, sich im Meer der Diäten zurecht zu finden.

Eine Diätform, die in den letzten Jahren immer größeren Zuspruch fand, ist die Paleo Diät

Vertreter versprechen sich eine biologisch artgerechte Ernährung, für die der menschliche Körper geschaffen sei. 

Sie soll uns dank des rudimentären Konsums zu besserer Verbrennung, effizientere Verdauung und dauerhafter Entgiftung führen.

Doch was steckt tatsächlich dahinter? 

Wie auch bei jeder anderen Diät gibt es verschiedene Perspektiven, die beleuchtet werden müssen, ehe man eine finale Aussage darüber treffen kann.

Wir haben daher für Dich die wichtigsten Facetten der Paleo Diät kritisch hinterfragt und Antworten auf alle wichtigen Fragen gefunden. Wo findet die Paleo Diät ihren Ursprung? Was bedeutet sie für meinen Körper? Welche Lebensmittel darf ich essen? Und was muss ich beachten?

Im Folgenden erfährst Du von den Vorzügen und Unsicherheiten der Steinzeitkost – und was Paleo wirklich bedeutet.

Was bedeutet Paleo Diät?

Das Wort „Paleo“ steht für Paläolithikum und bezeichnet jene prähistorische Periode, die vor etwa 2,5 Millionen Jahren begann und vor rund 10.000 Jahren endete. Damit umfasst es die Spanne von der Herstellung erster Steinwerkzeuge bis hin zum Beginn des Ackerbaus.

Das Paleo-Prinzip besagt, dass unsere Ernährung zu stark von der des Urmenschen abweiche. Die Folge seien Übergewicht und Krankheiten. Wer dagegen speist wie ein Urmensch, erfahre lebenslange Gesundheit. Die Diät legt ihren Schwerpunkt daher auf natürliche Lebensmittel, die ohne oder mit möglichst geringer Verarbeitung hergestellt wurden.

Prinzipiell gilt: es ist alles tabu, was man vor 10.000 Jahren nicht auch essen konnte.

Der Hintergrund der Paleo Diät

Um das zu verstehen, muss man ein etwas tieferen Blick auf die Geschichte der Menschheit werfen. 

Das menschliche Dasein fand seinen Ursprung vor ca. 2,5 Millionen Jahren in Afrika. Auch als sich später verschiedene Menschenarten über die Kontinente hinweg verteilten, blieb die Ernährungsweise konstant. Als Jäger und Sammler aß man, was die Natur zu bieten hatte und zog weiter, wenn es nicht mehr genügend Nahrung gab. Die Mahlzeiten folgten dem Muster der Natur. Nahrungslose Tage waren die Regel.  

Erst mit dem Beginn des Ackerbaus und der damit verbundenen Aufhebung des Jäger und Sammler Status begann sich die menschliche Ernährung zu verändern. Durch Siedlungsbau, Bevorratung und gezieltem Getreideanbau wurde sie beeinflusst. Mit fortschreitender Wissenschaft entwickelte sie sich zu den mehrheitlich manipulierten und verarbeiteten Lebensmitteln, die heute unser Nahrungsbild prägen.

Es ist interessant festzustellen, dass 2,5 Millionen Jahre lang ein und dieselbe Ernährungsweise scheinbar zu keinerlei Problemen geführt hat. Doch 10.000 Jahre, in denen die Ernährungsweise rigoros umgestellt wurde, zahlreiche Zivilisationskrankheiten zur Folge hat.

Es ist also nur eine logische Schlussfolgerung, sich die Ernährungsform unsere Vorfahren etwas genauer anzuschauen. Und am besten auch etwas abzuschauen.

Paleo Diät Rezepte

Wie funktioniert die Paleo Diät?

Die Paleo Diät ist eine spezifizierte Form der Gruppe der Low Carb Diäten. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Reduzierung von (einfachen) Kohlenhydraten und dem Vermeiden von behandelten und verarbeiteten Lebensmitteln. Schnelle Energieschübe und kurzzeitige Insulinspitzen gefolgt von Fetteinlagerung werden somit verhindert.

Besser noch: ein konstanter Insulinspiegel führt zu Lipolyse. Ein Prozess, der die Fettspeicher im Körper freisetzt und in Energie verbrennt. 

Du willst wissen, wie eine Low Carb Diät im Detail funktioniert? Dann lies hier weiter.

Lebensmittel: Does und Don’ts

Es gibt wohl kaum eine Diät, die so benutzerfreundlich ist, wie die Paleo Diät. Denn die einzige Frage, die bei der Lebensmittelwahl zu stellen ist: hätten Jäger und Sammler vor 10.000 Jahren das auch schon essen können?

Was vor 10.000 Jahren bereits auf der Speisekarte stand, haben wir Dir hier kurz zusammengefasst.

Lebensmittel, die Du essen kannst:

  • Fleisch aus Weidehaltung
  • Wildfleisch
  • Eier aus Freilandhaltung
  • Fisch, einschließlich Schalentiere ebenfalls aus freien Gewässern
  • unbehandeltes Obst und Gemüse aus der Region
  • Fette und Öle, z.B. Avocadoöl, Ghee, Kokosöl, Olivenöl, Nussöl
  • Nüsse und Samen
  • Kräuter und Gewürze

Wenn der Fettabbau im Fokus steht, sollte der Obstkonsum aufgrund des hohen Zuckergehalts beschränkt werden. Historisch betrachtet war auch früher der Obstkonsum natürlich bedingt stark eingeschränkt. Obst konnte schließlich nur reif verzehrt werden. Da es noch keine Möglichkeit gab, das Obst haltbar zu machen, war der Konsum somit auch nur einmal im Jahr möglich.

Empfehlenswert sind Obstsorten, die wenig Fruchtzucker enthalten. Insbesondere Beeren haben einen sehr geringen Zuckergehalt, aber viele gesunde sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.

Du möchtest die Vorteile der Beeren schnell und unkompliziert nutzen? Dann probiere doch mal unsere Primal Greens oder Primal Berries. All unsere Produkte lassen sich nämlich mit Deiner Paleo-Diät vereinen. Denn wir achten auf maximale Natur in unseren Produkten.

Paleo Diät Lebensmittel meiden

Lebensmittel, die Du meiden solltest:

  • Getreidekörner und -produkte
  • Milchprodukte (Artikel: Ist Milch gesund?)
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erdnüsse und Erbsen
  • pflanzlichen, hydrierten und teilweise hydrierten Öle (Margarine, Sojabohnenöl, Maisöl, Erdnussöl, Rapsöl, Safloröl und Sonnenblumenöl)
  • Raffinierter Zucker
  • Künstliche Zusatzstoffe
  • Hochverarbeitete Lebensmittel

Natürlich gibt es wie überall einige Grauzonen.

Gegen Kaffee, Mandelmilch oder Kokosmilch spricht biologisch betrachtet nichts dagegen. Kuhmilch und andere tierische Molkereiprodukte sind streng genommen nicht Paleo konform.

Viele Paleoanhänger machen hier allerdings Ausnahmen und nutzen insbesondere Rohmilch-Joghurt und Butter aus Weidehaltung.

Tipp: Du willst Deinen Kaffee am morgen noch reichhaltiger und gesünder gestalten? Dann probiere es doch mal mit einem Bulletproof Coffee.

Früher wurde doch nur Fleisch gegessen?

Oft wird die Meinung vertreten, Paleo bedeute hauptsächlich Fleischkonsum. Schließlich habe das ja einen großen Teil der Ernährung damals ausgemacht.

Erstens werden wir nie wissen, wie viel Fleisch unsere Vorfahren tatsächlich verspeist haben. Und zweitens bedeutet häufiger Fleischkonsum damit nicht auch gleich ein gesundes und langes Leben. Denn wir müssen beachten: ein langes und gesundes Leben ist nicht das primäre Ziel der Evolution.

Die Natur verfolgt in der Hinsicht ganz andere Interessen als wir. Der Evolution geht es nicht darum, dass ein Fuchs oder Hase gesund alt wird. Es ist ihr egal, ob ein Mensch seinen 80. Geburtstag feiert – und dann noch eine letzte Runde Tennis mit seinen Enkeln spielen kann.

Es geht ihr vielmehr darum, dass unsere Gene weitergegeben werden. Und das passiert in den meisten Fällen vor dem 80. Geburtstag. Wenn also hoher Fleischkonsum in jungen Jahren zur Fitness und Fruchtbarkeit beiträgt, aber im Alter krank macht, wäre das weiterhin im Sinn der Evolution.

Es kann also sein, dass eine fleischreiche Kost unserer Fortpflanzung einen großen Dienst erweist. Uns aber selber – in der Hoffnung auf ein langes Leben – eher einen Bärendienst.

Unsere Empfehlung: Es muss nicht jeden Tag Fleisch auf dem Speiseplan stehen. Achte vielmehr auf die Qualität des Fleisches und verzichte auf Fleisch aus Massentierhaltung.

Zusammenfassung

Die Paleo Diät gehört zu einer der am einfachsten ausführbaren Diäten überhaupt. Statt seitenlanger Lebensmittellisten musst Du Dir nämlich nur eine Frage stellen: hätte ich dieses Lebensmittel in der Steinzeit auch schon essen können?

Lediglich Deine persönliche Auslegung der Lebensmittelgrauzone ist weitere Denkarbeit. Doch einmal festgelegt, ist auch hier der Griff ins Regal – oder die Fahrt zum Biohof – ohne Grübeln möglich.

Betrachtet man unsere evolutionäre Herkunft ist die Ernährungsweise der Paleo Diät eine biologisch logische Schlussfolgerung. Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist eine solche Diät – richtig ausgeführt – eine der gesündesten und artgerechtesten Ernährungsformen überhaupt.

Einzig und alleine wichtig ist, dass Du die damalige Lebensweise im Dienste der Fortpflanzung von dem heutigen Wunsch eines langen und gesunden Lebens unterscheiden kannst.

Empfehlen wir die “Paleo Diät”?

Viele Regeln der Paleo Ernährung machen nach unserer Ansicht vollkommen Sinn. Durch diese Ernährungsweise werden viele potentielle Schadstoffe wie Anti-Nährstoffe gemieden und durch qualitativ hochwertige Pflanzen- und Tierprodukte genügend Nährstoffe für einen gesunden Körper zur Verfügung gestellt.

Solltest Du deswegen den Paleo-Regeln blind folgen? Nein. Wir sind Freunde von einem gesunden Körpergefühl und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Getreideprodukte können beispielsweise durch Fermentation zu Sauerteig und anderen Verarbeitungsformen sehr nährreich für den Körper sein. Auch Milchprodukte können durch Fermentation zu Joghurt und anderen Lebensmitteln einen wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit und Nährstoffversorgung spielen.

Wenn Du wissen möchtest wie Du Deine individuell gesunde Ernährung für mehr Energie und Wohlbefinden bis in hohe Alter findest, klicke hier.

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