Milch gesund

Ist Milch gesund? Eine wissenschaftliche Annäherung

Ist Milch gesund? Dies ist ein nicht enden wollendes Thema, das in der Ernährungswissenschaft für viel Gesprächsstoff sorgt. Das eine Lager behauptet, dass Milch ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung sei, weil sie so viele Nährstoffe enthalte. Das andere Lager läuft Sturm und wirft vor, dass Milch ungesund und krebserregend sei.

Klar, dass die meisten Leute dadurch verwirrt sind. Da beschäftigst Du Dich schon ausgiebig mit dem Thema, um Dich gesünder zu ernähren und Dir wird keine klare Antwort gegeben. Das ändert sich in diesem Artikel. Wir beantworten heute die Frage, ob Milch gesund ist.

Ist Milch gesund? Die unterschiedlichen Arten

Genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Artikel und möchte von vornherein differenzieren, denn Milch ist nicht gleich Milch. Es gibt Milch von verschiedenen Tieren wie beispielsweise von Rindern, Schafen, Ziegen, Yaks und selbst der Mensch stellt Milch während der Stillzeit her. Zudem kommen noch Punkte wie Haltung und Ernährung der Milchtiere hinzu und zu guter Letzt die Verarbeitung der Milch.

Wir reden hier heute von der bekanntesten Milch: der Kuhmilch.

Ist pasteurisierte und homogenisierte Kuhmilch gesund?

Als Erstes möchte ich besonders auf die Milch eingehen, die in den Kühlregalen unserer Kaufhäuser und Discounter steht und auf die die meisten Konsumenten in Deutschland zurückgreifen. Hier handelt es sich in den meisten Fällen um A1-Milch. Dies ist eine Klassifizierung der Milchkühe, welche diese Milch produzieren.

Neben der A1 Milch gibt es auch die A2 Variante. Die entsprechende Bezeichnung A1 bzw. A2 bezieht sich auf die jeweils enthaltenen Caseine im Eiweißanteil der Milch. Beide Varianten unterscheiden sich hinsichtlich des sogenannten Beta-Kaseins. So soll die A2-Milch eine unveränderte Variante der natürlichen Vollmilch sein.

Im Laufe der Evolution ist bei Rindern nämlich eine Punktmutation aufgetreten, die sogenannte A1 Variante. Die daraus resultierende A1 Milch soll einigen Untersuchungen zufolge schlechter verträglich sein und im Gegensatz zur ursprünglicheren A2 Form für vermehrte Entzündungsreaktionen im Darm sorgen.[1]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4818854/[2]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5593102/[3]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6727941/ Das können jedoch andere Analysen nicht bestätigen; die wissenschaftliche Lage ist folglich widersprüchlich.[4]https://www.mri.bund.de/de/aktuelles/meldungen/meldungen-einzelansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=159&cHash=f3abda586c361333628edc13e4496007 Es bleibt also fraglich, ob die A2 Milch so viel besser ist.

Nichtsdestotrotz wird A2 Milch in Neuseeland, Australien, Großbritannien und den USA bereits vermarktet. Auch in Deutschland haben sich vereinzelt Landwirte auf die Erzeugung von A2 Milch spezialisiert. Ob dies sich zum neuen Trend entwickelt, bleibt abzuwarten.

Ist Milch gesund? Bedenkliche Milchbestandteile im Überblick

Milchsorte hin oder her – bestimmte Inhaltsstoffe kommen in jeder Milch vor und können nicht selten zu diversen Verdauungsbeschwerden und gesundheitlichen Problemen führen. Genau deshalb solltest du wissen, woraus die Milch hauptsächlich besteht und was sie potentiell gesundheitsschädlich machen kann.

Lactose: ein weitverbreiteter Übeltäter

Zunächst einmal wäre da die Lactose, bzw. der Milchzucker zu nennen, ein gewichtiger Bestandteil der Milch. Lactose ist ein sogenannter Zweifachzucker, der aus den beiden Einfachzuckern Glucose und Galactose besteht, welche über eine bestimmte chemische Bindung miteinander verknüpft sind.

Dieses Zweier-Konstrukt kann jedoch nicht einfach so verdaut und von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Stattdessen muss es in die beiden Einzelzucker, aus denen es zusammengesetzt ist, zerspalten werden. Das heißt, der Milchzucker muss erst einmal mithilfe eines Enzyms aufgeteilt werden, damit er über die Darmschleimhaut ins Blut gelangen kann. Dieses Enzym heißt Lactase. Es wird normalerweise von bestimmten Zellen im Dünndarm produziert.

Lactose Molekül mit Lactase

Jetzt kommt allerdings das Problem: Viele Menschen produzieren keine Lactase, oder nur in einem geringen Ausmaß, welches nicht ausreicht, um den kompletten Milchzucker zu verdauen. Genau diese Menschen leiden unter der allseits bekannten Lactoseintoleranz.

Ist keine oder nicht genügend Lactase vorhanden, bleibt der Milchzucker vollständig, wird nicht zerspalten und kann folglich nicht über die Darmschleimhaut aufgenommen werden. In der Folge wandert er unverdaut und unverändert durch den Darm und dient schließlich bestimmten Bakterien als Nahrung. Dabei bleiben Abfallprodukte wie Milchsäuren, Fettsäuren und Gase übrig, die dann die typischen Beschwerden wie Blähungen, Magenschmerzen und Verdauungsprobleme auslösen.

Da der Mangel des Enzyms Lactase von Person zu Person variieren kann, können sich die Beschwerden unterschiedlich ausprägen und können auch erst im zunehmendem Alter erstmals auftreten. Denn eins ist bei allen Personen gleich: Die Menge des Enzyms nimmt im Laufe des Lebens langsam ab.

Anders ist das bei Babys. Neugeborene können Lactose normalerweise ohne Probleme verstoffwechseln. Denn auch die Muttermilch enthält Laktose, sogar mehr als Kuhmilch. Aber bereits nach den ersten Lebensmonaten nimmt die Menge des Enzyms allmählich ab.

Mutation sorgt für bessere Lactose-Verträglichkeit

Tatsächlich kann nur rund ein Drittel der Menschheit Lactose richtig verdauen, da sie ein Leben lang genügend Lactase produzieren. Dies haben sie einer genetischen Mutation zu verdanken.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Mutation der DNA vor etwa 7500 Jahren in Zentraleuropa entstand. Dieser Zustand könnte damals ein Überlebensvorteil gewesen sein. Denn mit Beginn der Viehzucht war Milch in großen Mengen vorhanden und wurde zu einer wichtigen Nahrungsquelle. Bei Menschen mit dieser Mutation nimmt die Menge an Lactase im Laufe des Lebens zwar auch ab, bleibt aber groß genug, um weiterhin Lactose spalten zu können.

Wenn man bedenkt, dass die ursprüngliche Form des Erbguts keine Verdauung von Lactose für Erwachsene vorsah, könnte die Hypothese entstehen, dass das Trinken von Milch im Erwachsenenalter nicht natürlich ist.

Mann trinkt Milch

Viele Menschen mit Lactoseunverträglichkeit greifen als Alternative zu laktosefreier Milch. Diese wurde zuvor mit dem Enzym Lactase behandelt, sodass der Milchzucker im Endprodukt schon in seine zwei Einzelzucker aufgespalten vorliegt. Das ist übrigens auch der Grund, warum laktosefreie Milch etwas süßer schmeckt: Milchzucker hat eine deutlich geringere Süßkraft als Glucose und Galactose, die in laktosefreier Milch enthalten sind.

Doch macht es Sinn, auf laktosefreie Milch zu setzen? Wir sagen: Eher nicht, denn Lactose ist nicht der einzige kritische Inhaltsstoff der Milch. Ein weiterer Bestandteil, der mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdient, ist Casein.

Casein: Das kritische Milcheiweiß

Die Gruppe der Caseine sind die häufigsten Milchproteine, die etwa 80 % der Gesamtproteinmenge in der Milch ausmachen. Die übrigen Proteine werden als Molkenproteine zusammengefasst, welches auch als Whey bekannt ist.

Casein ist der Proteinanteil der Milch, der vor allem zu Käse oder Quark weiterverarbeitet wird. Viele Fitness-Anhänger supplementieren reines Casein, da es das Muskelwachstum nachweislich anregt. Auch der Verzehr von Magerquark ist für diesen Zweck beliebt, da er zu 80% Casein enthält.

Doch Achtung! Jetzt solltest du deine Ohren spitzen.

Neben der Tatsache, dass Casein ein häufiges Allergen darstellt, wird es immer wieder mit dem Wachstum von Krebs in Verbindung gebracht. Zahlreiche Studien deuten offensichtlich darauf hin, dass eine Korrelation zwischen Casein und Krebs besteht.[5]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4166373/[6]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31155933/

So gibt es beispielsweise eine bekannte Studie aus dem Buch “The China Study” des US-amerikanischen Biochemikers, Ernährungsforschers und Hochschulprofessors Thomas Colin Campbell, in der gezeigt wurde, dass das Krebswachstum bei Ratten durch die Gabe des Schimmelpilz-Aflatoxins in Kombination mit Casein direkt angeregt und durch das Reduzieren der Casein-Menge wiederum gehemmt werden konnte. 

Als Vergleichs-Proteinquellen wurden dieselben Versuche mit Sojaeiweiß und Weizeneiweiß durchgeführt, doch tatsächlich förderte keines der beiden die Krebsentwicklung.

Die Forscher gehen stark davon aus, dass die krebsfördernden Effekte des Caseins auch beim Menschen zu erwarten sind, da es viele Ähnlichkeiten bezüglich des Stoffwechsels und Proteinbedarfs gibt.

Löchriger Darm durch Casein?

Doch nicht nur das Krebsrisiko könnte durch Casein steigen. Auch wird dem Milchprotein immer wieder zum Vorwurf gemacht, dass es dem Darm schadet. Viele Menschen können das Protein aufgrund von fehlenden Enzymen nicht vollständig verwerten, wodurch unverdaute Proteinreste im Darm zurückbleiben. Dies kann chronische Entzündungen triggern und die Nährstoffaufnahme verschlechtern.[7]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4818854/

Illustration eines Darmes

Zudem steigert dies das Risiko, dass die strapazierte Darmwand durchlässig wird, auch löchrig genannt, was als Leaky-Gut-Syndrom bekannt ist.[8]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6790068/ Unverdaute Peptide haben in der Folge freie Fahrt, um unerwünschter Weise in die Blutbahn einzudringen und im Körper zu zirkulieren. Das kann das Immunsystem stark triggern und verschiedene Immunreaktionen von Entzündungen bis hin zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen anregen.[9]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12198602/

Wer also Casein supplementiert oder viele Casein-reiche Lebensmittel wie Milch, Käse oder Quark isst, sollte sich mit dieser Thematik einmal genauer befassen und den Konsum lieber nochmal hinterfragen.

Casomorphin: Betäubt durch Käse?

Vielleicht hast du schon einmal etwas von Casomorphin gehört. Dieses kann bei der Verdauung von Milcheiweißen entstehen und hat eine Opioid-ähnliche Wirkung.[10]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4487594/

Nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten, die Casomorphin enthalten, passieren diese Moleküle die Blut-Hirn-Schranke und binden sich an Opioid- und Dopamin-Rezeptoren des Gehirns.[11]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27611101/[12]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3168366/[13]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4627205/

Opioid, Morphin – das sind beides Wörter, die schnell mit Opium und Morphium in Verbindung gebracht werden und tatsächlich sorgt auch Casomorphin für ein Wohlgefühl, das dem gleicht, als ob man Morphine zu sich genommen hat. Zudem hat es eine betäubende und sogar schmerzstillende Wirkung. 

Evolutionsbiologisch macht das Ganze durchaus Sinn: Die Milch von Säugetieren enthält all diese Zutaten, um ihre Neugeborenen zu beruhigen.[14]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17869380/

Übrigens sind die Kasomorphine besonders in Käse ausgesprochen hoch konzentriert.[15]https://www.healthline.com/nutrition/is-cheese-addictive Grund dafür ist der hohe Gehalt an Milchfett und Milchprotein. Das ist auch der Grund, warum man immer wieder hört, dass Käse süchtig machen kann.

Durch die betäubende Wirkung kann Casomorphin die unwillkürlichen Bewegungen des Darms – auch Darmperistaltik genannt – hemmen und somit die Verdauung stören.[16]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25093576/[17]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27039383/ Dies kann nicht nur zu Bauchschmerzen, sondern auch zu Nährstoffmängeln und Ermüdungserscheinungen führen. Der Satz “Milch macht müde Männer munter” sollte also eigentlich heißen: “Milch macht muntere Männer müde”.

Müder Mann trinkt Milch

Die Sache mit den Hormonen

Und zu guter Letzt sollten dann auch noch die Hormone in der Milch genannt werden. Von Bedeutung sind besonders die Sexualhormone so wie die Wachstumshormone.

Sexualhormone in der Milch

Ein großes Problem hierzulande ist, dass die Milchkühe in industriellen Molkereien bis zu 300 Tage im Jahr gemolken werden, um im wahrsten Sinne des Wortes möglichst viel Profit auszupumpen. So werden die Kühe geschwängert, damit sie mit der Milchproduktion anfangen. Sobald genügend Milch gemolken werden kann, wird damit auch schon begonnen.

Das Problem an der Geschichte: Mit dem Verlauf der Schwangerschaft nimmt die Produktion der weiblichen Sexualhormone immer weiter zu. Und je weiter eine Kuh in ihrer Schwangerschaft ist, desto hormonhaltiger ist ihre Milch. So enthält Milch von hochschwangeren Kühe einen bis zu 33-mal höheren Estronsulfat-Gehalt als Milch von Kühen, die gerade ihr Kalb bekommen haben.[18]https://eje.bioscientifica.com/view/journals/eje/179/6/EJE-18-0591.xml

Dies fällt besonders dann auf, wenn man Kuhmilch aus modernen Betrieben mit Rohmilch von mongolischen Kühen vergleicht. In traditionellen Regionen wie der Mongolei wird eine Kuh nämlich nur für den Eigenbedarf gemolken, und zwar maximal 5 Monate pro Jahr und nur im Frühstadium ihrer Schwangerschaft. Entsprechend enthält die Milch der mongolischen Kühe im Vergleich zu kommerzieller Milch etwa 90% weniger Progesteron, ein wichtiges Sexualhormon.[19]https://harvardmagazine.com/2007/05/modern-milk.html

Da Östrogene und andere Sexualhormone fettlösliche Substanzen sind, passieren sie die sogenannte Blut-Milch-Barriere spielend leicht. Die Folge: die Konzentration der Hormone im Blut ist Untersuchungen zufolge genauso hoch wie die Konzentration in der Milch.[20]https://www.journalofdairyscience.org/article/S0022-0302(08)71445-0/fulltext Das hat übrigens auch zur Folge, dass fetthaltige Milchprodukte wie Vollmilch, Vollfettquark oder Butter mehr Hormone enthalten als magere Produkte.[21]https://www.scientificamerican.com/article/how-does-dairy-affect-your-hormone-levels/

Verschiedene Wissenschaftler sehen in dem Konsum von extrem hormonhaltiger Milch- sowie Milchprodukten einen klaren Anhaltspunkt für die Häufigkeit hormonbedingter Krebserkrankungen.[22]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4524299/[23]https://harvardmagazine.com/2007/05/modern-milk.html

Frau mit einem Glas Milch

Wachstumshormone in der Milch

Ähnlich sieht es mit den Wachstumshormonen in der Milch aus. Vor allem das Hormon mit dem Namen IGF-1, kurz für Insulin-like Growth Factor, hat in der Vergangenheit bereits mehrfach für Aufsehen gesorgt.[24]https://academic.oup.com/jnci/article/93/17/1330/2519487

Dieses Hormon ist nicht nur in Milch enthalten, sondern kommt auch bei uns Menschen ganz natürlich vor. Es regt verschiedene Wachstumsprozesse an und ist vor allem im Kindesalter von großer Bedeutung. 

Es sollte jedoch bei genauerer Überlegung klar sein, dass das menschliche Wachstumshormon IGF-1 sich von dem der Kuh unterscheidet und dass eine zusätzliche Zufuhr dieses Hormons von außen nicht unbedingt förderlich für die menschliche Gesundheit ist. Denn es beschleunigt die Zellteilung und fördert somit die Vermehrung von Zellen.

Nicht ohne Grund gibt es Hypothesen, dass dadurch auch das Krebswachstum, insbesondere von Prostata-[25]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18838726/ und Brustkrebs[26]https://www.annalsofoncology.org/article/S0923-7534(20)36019-1/fulltext angeregt werden kann. Und auch die Entstehung von Akne soll Studien zufolge insbesondere mit diesem Wachstumshormon, in Kombination mit Sexualhormonen, in Verbindung stehen.[27]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2715202/ Für uns sind das weitere Gründe, um von Milch und Milchprodukten weitestgehend Abstand zu nehmen.

Wähle weise, wo du deine Milchprodukte beziehst!

Kleiner Tipp: Wie du sicher weißt, werden die neugeborenen Kälbchen meist schon nach wenigen Tagen leidvoll von ihrer Mutter getrennt, damit der Mensch noch mehr Milch erwirtschaften kann. Wenn du das Tierwohl an dieser Stelle mehr unterstützen möchtest und dennoch nicht gänzlich auf Milch und Milchprodukte verzichten willst, suche doch mal nach Höfen in deiner Nähe, die die sogenannte muttergebundene Kälberaufzucht betreiben. 

Hier dürfen die Kälbchen noch viele Monate nach ihrer Geburt zusammen mit ihrer Mutter aufwachsen, meist auch größtenteils auf der Weide, was für beide Seiten deutlich schöner und natürlicher ist. Selbstverständlich ist diese Haltungsform teurer als bei konventionellen Betrieben und die Produkte kosten entsprechend etwas mehr.

Grundsätzlich ist Milch aus Weidehaltung die beste Wahl, denn nur hier führen die Kühe ein vergleichsweise gutes Leben und auch das Nährstoffprofil verbessert sich durch die Grasfütterung drastisch.

Whey Protein von Weidekühen aus Irland

Wir von Primal State bevorzugen diese Haltungsform. Dabei konsumieren wir jedoch ausschließlich Butter und Whey – und kein anderes Milchprodukt -, da diese beiden Nahrungsmittel vergleichsweise viele Vorteile mit sich bringen. So liefert Butter nicht nur wertvolle Fettsäuren, sondern auch einige Vitamine, während Whey die wohl beste Verteilung an Aminosäuren aufweist, was optimale Voraussetzungen für die Proteinversorgung bietet.

Zusammenfassend können wir sagen:

Grundsätzlich raten wir jedem Menschen, auf Milch und die meisten Milchprodukte zu verzichten oder den Konsum drastisch zu reduzieren. Wenn Du dennoch Milch trinken willst, und sei es ab und zu, raten wir dir, die Milch direkt beim Biobauern zu holen – wenn die Tiere dann noch fast ganzjährig auf der Wiese stehen, ist das ideal für die Nährwerte und Fette in der Milch. Und natürlich für das Tierwohl, denn leider muss man zugeben, dass der Großteil aller Milchkühe dieser Welt kein wirklich schönes Leben hat.

Wir hoffen, dass du nun einen etwas differenzierteren Einblick in die Milch-Thematik hast und wir dir den Eindruck vermitteln konnten, dass wir weder Milch propagieren noch völlig ausschließen. Wie bei jedem Nahrungsmittel ist immer der Kontext, die Qualität und die Konsummenge entscheidend.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Quellenverzeichnis[+]


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×

PRIMAL ABO Details

Deine automatische Lieferung:
Jeden Monat

Dein monatlicher Vorteil:
5% Rabatt

Als PRIMAL ABO Kunde erhältst Du auf alle Produkte in Deinem Abo 5% Rabatt. Eine Sache dazu noch:
Das PRIMAL ABO hat eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten.

Du kannst jederzeit kündigen. Solltest Du Dein Abo aber vor Ablauf der Mindestlaufzeit abbrechen, berechnen wir Dir die normalen Shop-Preise ohne Rabatt. Warum? Leider wurde der Abo-Rabatt in der Vergangenheit sehr häufig für einmalige Bestellungen missbraucht

Viele Grüße, Janis

Gründer & Geschäftsführer
von Primal State