Fleischbällchen mit Leber

Leber-Fleischbällchen – Nährstoffbombe ohne Lebergeschmack

Woran denkst du bei Superfoods? Vielleicht an Brokkoli, Blaubeeren, Kohl & Mandeln? Die sind super gesund, keine Frage, doch wenn es um Vitamine, Mikronährstoffe und Bioverfügbarkeit geht, ist Leber all diesen Superfoods weit voraus.

Leber ist ein wahres Superfood

Die Leber gehört zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln. Nur 100 g Rinderleber decken den Tagesbedarf etlicher Vitamine und Mineralstoffe.

Die in tierischen Quellen vorkommenden Nährstoffe haben eine sehr hohe Bioverfügbarkeit. Studien[1]https://academic.oup.com/jn/article/133/11/3932S/4818051 zeigen, dass beispielsweise B-Vitamine und Mineralstoffe aus pflanzlichen Quellen weniger gut absorbiert werden.

Warum enthält Leber so viele Nährstoffe?

Eine wichtige Funktion der Leber ist es, Nährstoffe zu speichern. Die Leber hat mehr als 500 Aufgaben. Sie kontrolliert die Makronährstoffe in unserer Blutbahn, filtert unser Blut und produziert Enzyme, Gallenflüssigkeit sowie Hormone. Und das ist nur ein Bruchteil der vielfältigen Aufgaben der Leber.

Damit all diese biochemischen Abläufe funktionieren, benötigt die Leber eine riesige Palette an Mikronährstoffen – also Mineralstoffe und Vitamine.

Leber in der Carnivoren Diät

Das steckt alles in Leber

Leber vom Rind gilt als besonders nährstoffreich.

150 g Rinderleber decken den Tagesbedarf von Vitamin A, Vitamin K2, Kupfer, Eisen und etlichen B-Vitaminen wie B2, B3, B6, B7, B9 und B12. Außerdem trägt Leber wesentlich zur Versorgung an Vitamin E, Zink und Selen bei.

Leber enthält sogar Vitamin C. In 100 g sind ungefähr 25 mg enthalten. Leber ist außerdem ein toller Lieferant von Cholin. Mit 100 g kann sogar der Tagesbedarf von 425 mg für Frauen und 550 mg für Männer gedeckt werden.

Ist Leber nicht giftig?

Ist Leber nicht voller Giftstoffe? Schließlich ist Leber doch ein Entgiftungsorgan. Die Leber ist eines der größten und wichtigsten Organe im Körper und hat, wie du schon gelernt hast, bei weitem mehr Aufgaben, als zu entgiften.

Leber muss die beste Qualität haben

Die Leber filtert, neben all den anderen Aufgaben, auch unser Blut und zerstört Medikamente und Toxine. Aus diesem Grund ist die Qualität von Leber das wichtigste Kriterium, denn Toxine (wenn verabreicht) können sich mit der Zeit sehr wohl in Geweben, wie der Leber, ablagern.

Tiere aus konventioneller Haltung werden in den meisten Fällen auf engstem Raum gehalten und mit Getreide gefüttert, welches ebenfalls aus konventionellem Anbau stammt und somit auch Pestizide enthalten kann. Getreide ist außerdem kein geeignetes Futtermittel für Rinder, führt zu Verdauungsbeschwerden, Entzündungen und setzt somit eine hohe Gabe an Antibiotika voraus.

Eine nicht artgerechte Haltung (Weidehaltung) und Fütterung (ausschließlich Gras und Heu) trägt also zur Anhäufung von Toxinen, entzündungsfördernden Fettsäuren (Arachidonsäure), Hormonen und Chemikalien bei.

Rinder in Weidehaltung

Leber kaufen – wie, wo und welche?

Hochwertige Leber in einem konventionellen Supermarkt zu finden ist gar nicht so einfach. Die Qualität von Leber ist entscheidend. Kaufe Leber (beziehungsweise Fleisch generell) von Bauern deines Vertrauens.

Eine Recherche im Internet hilft dir, Bauern in deiner Nähe zu finden, die den Qualitätsansprüchen entsprechend arbeiten. Bio – und im besten Falle Demeter Qualität – zahlen sich auf jeden Fall aus. Achte auf Weidehaltung und Grasfütterung (bis zur Schlachtung).

Welche Leber kann man essen?

Von welchem Tier sollte man Leber essen? Rinderleber ist besonders nährstoffreich. Der Vorteil bei hochqualitativer Rinderleber ist, dass die Tiere ausschließlich frisches Gras und Heu fressen.

Doch auch Hühner- und Schweineleber enthalten eine Vielfalt von Mikronährstoffen in bioaktiver Form. Hühnerleber und Schweineleber schmecken etwas neutraler (und sanfter) als Rinderleber. Sie eignen sich gut zum Anrösten oder für Leberpastete.

Hühner Leber angebraten
Gebratene Hühnerleber schmeckt nicht so intensiv wie Rinderleber.

Tipp: Wenn du unbedingt Rinderleber essen möchtest, könntest du mit Kalbsleber starten. Diese schmeckt weniger herb.

Ihhhh Leber! So kannst du sie trotzdem essen

Rinder-bzw. Kalbsleber ist einfach ein top Superfood und sollte in keiner Paleo-Ernährung fehlen. Wenn du den Eigengeschmack von Leber nicht magst, oder erst heute auf den Geschmack gekommen bist, gebe ich dir hier ein Rezept, in dem du die Leber gar nicht schmecken wirst. Wir “verstecken” die Leber ganz einfach in leckeren Fleischbällchen.

Fleischbällchen mit Leber
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Leber-Fleischbällchen ohne Lebergeschmack

Das beste Rezept für "Leber-Hasser" oder Menschen, die erst beginnen möchten, Leber in ihre Ernährung zu integrieren. Das Rezept ist total einfach, lecker und auch hervorragend fürs Food-Prepping geeignet.
Zubereitung30 Min.
Gericht: Hauptgericht, Hauptspeise
Ernährung: Carnivor, Ketogen, Low Carb
Besonderheit: Nährstoffdicht
Portionen: 3

Equipment

  • große Rührschüssel
  • Mixer oder Food-Processor
  • Pfanne (am besten ohne Beschichtung)

Zutaten

Fleisch, Leber & Co

  • 500 g Bio-Rinderhackfleisch
  • 100 g Bio-Rinderleber oder Kalbsleber
  • 3 Bio-Eigelb
  • 30-40 g Bio-Speck optional

Gemüse

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebel

Gewürze

  • 1-2 TL Steinsalz abschmecken
  • 1 EL Oregano abschmecken
  • 1 EL Thymian abschmecken
  • 1 EL Majoran abschmecken
  • 1 TL Rosmarin abschmecken

Zum Braten

  • Ghee, Butter oder Kokosöl

Anleitungen

  • Eine Rührschüssel, ein Schneidebrett und eine Pfanne bereitstellen

Fleischbällchen-Masse herstellen

  • Rinderhackfleisch in die Rührschüssel geben
  • Zwiebel fein schneiden, Knoblauch pressen und in die Rührschüssel geben
  • Eier trennen und Eigelb in die Rührschüssel geben
  • Speck sehr klein schneiden, in Fett anbraten und dann in die Rührschüssel geben
  • Leber gut waschen und klein schneiden (damit man sie besser mixen kann)
  • Leber mit einem Mixstab oder in der Küchenmaschine klein mixen (breiig aber nicht flüssig)
  • Gemixte Leber dann in die Rührschüssel geben
  • Salz und Gewürze dazugeben – man kann nachwürzen 😉
  • Nun mit beiden Händen alles gut verkneten, abschmecken und eventuell nachwürzen

Zubereitungsmöglichkeiten

  • Aus der Masse Bällchen formen und in der Pfanne oder im Backofen backen
  • Wenn das Fleisch sehr gute Qualität hat und man sich selbst und seine Verdauung gut kennt, können die Bällchen auch roh gegessen werden
  • Die Masse lässt sich wunderbar in Glasgefäßen einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt auftauen und dann zu verarbeiten

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Quellenverzeichnis[+]


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