Xylit oder Erythrit – Welcher Zuckerersatz ist besser?

Zuckerersatz beim Backen

In diesem Artikel widmen wir uns der Frage welcher Zuckerersatz (Xylit oder Erythrit) die bessere Wahl ist und inwiefern sie sich unterscheiden. Dabei gehen wir auf die physiologische Wirkung im menschlichen Körper, sowie die praktische Anwendung beim Backen und Kochen ein.

Einen umfangreichen Artikel zu den 5 besten Rohstoffen für einen smarten Zuckerersatz findest Du übrigens hier.

Xylit oder Erythrit – Zuckerersatz auf dem Prüfstand

Xylit und Erythrit sind beides beliebte Zuckerersatzstoffe. Insbesondere bei einer Low Carb und ketogenen Ernährung erfreuen sie sich reger Beliebtheit, weil sie keinen oder nur einen geringen Einfluss auf den Insulin- und Blutzuckerspiegel haben.

Um die beiden Zuckerersatzstoffe zu vergleichen, sehen wir uns dazu verschiedene Kriterien an. Es muss einerseits natürlich “süß” sein, eine ähnliche Backeigenschaften und Konsistenz wie Zucker haben und optimalerweise neben einer einer guten Verträglichkeit sogar einen physiologischen Nutzen für den Körper.

Beide Produkte werden auf einer natürlichen Basis hergestellt. Optimalerweise wird Xylit durch Fermentation aus dem Holzzucker von Birken gewonnen. Erythrit wird aus der Stärke von Mais durch Fermentation gewonnen.

Xylit oder Erythrit
Welcher Zuckersatz ist besser, Xylit oder Erythrit?

Xylit oder Erythrit – Verwendung beim Backen und Kochen

Genauso wie Zucker ist der Zuckerersatz Xylit und auch Erythrit hitzebeständig, wodurch sie sich ideal zum Backen und Kochen eignet. Es gibt allerdings einige Eigenschaften, die sich vom normalen Haushaltszucker unterscheiden.

Der Süßegrad unterscheidet sich bei beiden Stoffen etwas. Während Xylit 1-zu-1 für Zucker in Rezepten eingesetzt werden kann, weil es den gleichen Süßegrad hat, ist der Süßegrad von Erythrit etwas schwächer. Daher solltest Du ca. 120-130g Erythrit zum Ersatz für 100g Zucker verwenden.

Bei Primal State machen wir in den Rezepten häufig aber keinen Unterschied, da bei einer gesunden und unverarbeiteten Ernährung die Geschmacksknospen sehr viel stärker auf “Süße” reagieren und Süßspeisen sowieso intensiver schmecken.

Doch sehen wir uns die Backeigenschaften und Einsatzmöglichkeiten der zwei Varianten für einen Zuckerersatz genauer an.

Xylit beim Backen

Xylit verhält sich von den beiden Varianten am ähnlichsten wie Haushaltszucker (abgesehen von der physiologischen Wirkung), kristallisiert beim Backen nicht und kann sogar karamellisieren, wenn man es lang genug über 100°C erhitzt.

Du kannst mit Xylit Marmelade herstellen, die sich fast genauso lange hält wie Marmelade mit Zucker. Zusammen mit einer gesunden Brotbackmischung kannst Du so ein ausgiebiges Frühstück am Wochenende mit Deinen Liebsten genießen – ohne schlechtes Gewissen.

Du kannst sogar Hefeteig mit Xylit zubereiten. Hier ist es allerdings wichtig, dass Du den Teig länger ziehen lässt, da sich die Hefe dann von alternativen Futterquellen wie den Kohlenhydraten aus dem Mehl ernähren.

Es ist ideal für Süßspeisen geeignet. Bei Getränken und Speiseeis raten wir allerdings eher zu Erythrit. (Oder PRIMAL SWEET)

Erythrit in der Küche

Erythrit ist nicht ganz so süß wie Haushaltszucker. Wenn Du also die gleiche Süße wie 100g Zucker erhalten möchtest, müsstest Du ca. 120-130g Erythrit verwenden.

Wenn Du das Gebäck oder die Süßspeise nur für Dich zubereitest, empfehlen wir sogar ca. die selbe Menge zu verwenden, da Du dadurch Deine Geschmacksknospen trainierst.

(Seiteninfo: Wenn Du die Erythrit-Menge erhöhst, solltest Du beim Backen auch die Menge der feuchten Zutaten etwas erhöhen.)

Erythrit neigt beim Auskühlen eines Rührteigs zum Kristallisieren, was zu leichtem Knirschen führen kann. Falls Dir das nicht gefällt, kannst Du das Erythrit vorher in einem Mixer zu Puderzucker mahlen oder einfach eine Mischung wie PRIMAL SWEET wählen.

Zum Süßen von Getränken ist Erythrit ideal geeignet, da es sehr gut verträglich ist und Du bis zu 100g Erythrit auf 1l Flüssigkeit auflösen kannst.

Bei Speiseeis ist Erythrit überlegen, da das Eis dadurch eine sehr cremige Textur behält.

Bei Marmelade würden wir aus Texturgründen zu Xylit raten, da Erythrit auch hier zum kristallisieren neigt.

Auch Hefeteig lässt sich mit Erythrit herstellen. Hier gelten die gleichen Regeln wie bei der Zubereitung mit Xylit. Allerdings kann es auch hier passieren, dass das Erythrit leicht kristallisiert.

Verträglichkeit von Erythrit und Xylit
Wie steht es um die Verträglich und Physiologie der beiden Zuckerersatzstoffe?

Verträglichkeit und Physiologie

Beide Zuckeralkohole Erythrit und Xylit haben weniger Kalorien als normaler Zucker und werden nur zu einem geringen Prozentsatz vom Körper aktiv verwertet.

Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel kaum bis gar nicht ansteigt.

Übrigens: Du solltest nicht durch das Wort “Zuckeralkohol” verunsichert sein. Es enthält kein schädliches Ethanol.

Xylit in seiner Verträglichkeit

Xylit ist auch in größeren Mengen bis 100g pro Tag unbedenklich. Allerdings solltest Du darauf achten, dass Du zunächst mit nicht mehr als 3-4 Teelöffel pro Tag starten solltest. Nach einigen Tagen hat sich der Körper daran gewöhnt und verträgt auch größere Mengen.

Empfehlen wir Dir regelmäßig 100g pro Tag zu Dir zu nehmen? Nein! Xylit dient aus unserer Sicht der Entwöhnung von süchtig machendem Haushaltszucker. Wenn Du Dich erstmal an einen “Zuckerarmen Lebensstil” gewöhnt hast, brauchst Du nicht mehr so viel Süßungsmittel in Deiner Ernährung, aber fühlst Dich wesentlich energiegeladener und wohler in Deiner Haut.

Bei einer Fruktoseintoleranz ist Xylit übrigens häufig tabu. Das liegt daran, dass bei einer Fruktoseintoleranz meist durch eine Störung des Glykogenstoffwechsels herbei geführt wird.

Doch wie wird Xylit vom Körper überhaupt verstoffwechselt? Xylit hat 40% weniger Kalorien als Zucker und wird nur zu einem Teil vom Körper aktiv verwendet. 1/3 wird im Darm zu Glucose umgewandelt und führt einen leichten Anstieg des Blutzuckers herbei. Dieser wird sehr schnell durch ein wenig Insulin reguliert.

Wer Hunde in seinem Haushalt hat, sollte ganz besonders aufpassen, da bereits geringe Dosen für Hunde tödlich sein können. Aber keine Sorge: Das macht Xylit nicht weniger wertvoll für den Menschen. Kakao ist auch wertvoll für den menschlichen Organismus, aber tödlich für Hunde.

Zu guter Letzt ist Xylit der Geheimtipp von Zahnärzten. Es tötet nicht nur die für Karies verantwortlichen Bakterien ab, sondern verbessert die Remineralisierung der Zähne. Bereits 5g pro Tag genügen für die Prophylaxe.

Erythrit im menschlichen Körper

Genauso wie Xylit ist Erythrit auch in größeren Mengen unbedenklich. Hierzu ist allerdings keine Eingewöhnungsphase nötig.

Anders als Xylith hat Erythrit allerdings nahezu 100% weniger Kalorien als Zucker. Das bedeutet, dass es keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel hat.

Es wird zu über 90% vom Körper nicht verstoffwechselt und einfach über den Dünndarm an die Nieren abgegeben und unverändert wieder ausgeschieden. Daher ist es sehr gut verträglich. Die restlichen Prozente verhalten sich im Körper wie Ballaststoffe.

Auch Erythritol kann von Kariesbakterien nicht als Futter verwendet werden. Dadurch bleibt die Entstehung von Säure aus und die orale Gesundheit profitiert.

Übrigens: Erythrit ist nicht schädlich für Tiere.

Zuckerersatz Primal Sweet

 

Fazit zum Zuckerersatz

Xylit oder Erythrit? Wer von beiden ist der bessere? Beide Zuckerersatzstoffe haben ihre Daseinsberechtigung und unterschiedliche Vor- und Nachteile. Aus diesem Grund haben wir bei Primal State gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Beirat eine Zuckerersatz-Mischung kreiert, die sich die Vorteile von Xylit und Erythrit zunutze macht und die Nachteile verringert.

Zusätzlich haben wir noch D-Ribose hinzugefügt. Dieser Stoff hat auch einen süßlichen Geschmack und spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel des menschlichen Körpers.

Mehr Informationen zum Primal Sweet – hier klicken.

[Infografik] Xylit oder Erythrit – 5 gesunde Zucker-Alternativen für Deine Küche

Der gesunde Zuckerersatz
Klicken, um zu vergrößern!
  • ×

    PRIMAL ABO Details

    Deine automatische Lieferung:
    Jeden Monat

    Dein monatlicher Vorteil:
    15% Rabatt

    Als PRIMAL ABO Kunde erhältst Du auf alle Produkte in Deinem Abo 15% Rabatt. Eine Sache dazu noch:
    Das PRIMAL ABO hat eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten.

    Du kannst jederzeit kündigen. Solltest Du Dein Abo aber vor Ablauf der Mindestlaufzeit abbrechen, berechnen wir Dir die normalen Shop-Preise ohne Rabatt. Warum? Leider wurde der Abo-Rabatt in der Vergangenheit sehr häufig für einmalige Bestellungen missbraucht

    Viele Grüße, Janis

    Gründer & Geschäftsführer
    von Primal State