Floating: Wie diese schwerelose Methode deinen Stress senkt

Floating im Meer

Hinweis: Dieser Artikel wurde durch einen von Primal State lizenzierten Autor verfasst und durch den wissenschaftlichen Beirat auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft und bestätigt.

Was ist Floating oder Floaten? Kann es dir helfen deinen Stress abzubauen und Entspannung zu fördern? Und gibt es eine Möglichkeit die selben Effekte zu Hause zu erreichen?

Diese Fragen werden wir, unter anderem, in diesem Artikel für dich beantworten. Am Ende weißt du, was es mit dem Floating auf sich hat und wo du deine erste Floating-Session buchen kannst.

Was ist Floating? Ein Erfahrungsbericht

Auf Floating bin ich das erste mal durch die Fernsehserie “The Simpsons” gestoßen. Homer und Lisa steigen in einer Folge dieser Serie, in einen Floating Tank und Lisa erlebt die verrücktesten Halluzinationen.

Alleine der Reizentzug in einem Floating Tank stimuliert ihr Vorstellungsvermögen so sehr, dass sie innere Gedanken und Gefühle ins Außen projiziert.

Interessiert recherchierte ich im Internet und stieß dabei auf sehr interessante Quellen. Fundierte Studienergebnisse brachten mich schließlich dazu es selbst auszuprobieren.

Eine Woche später war es dann soweit. Ich besuchte ein Floating-Zentrum hier in Berlin und machte mich bereit für meine erste “Floating-Session”.

Mir werden die Verhaltensregeln und die Durchführung erklärt und schon kann ich mit meiner ersten Stunde beginnen. Nach dem Entkleiden und Duschen, begab ich mich also in dieses sagenumwobene Floating Becken und beobachtete was passiert.

Bereits nach wenigen Minuten entspannte ich mich sehr tief. Meine Muskeln wurden lockerer und ich find an in meine Gedanken abzutauchen. Alte Erinnerungen kamen hoch, über die ich seit einer Ewigkeit nicht mehr nachgedacht hatte.

Verrückte Halluzinationen und Parallelwelten wie bei “The Simpsons” blieben allerdings aus.

Trotzdem durchströmte ein wirklich befreiendes Gefühl meinen Körper, als ob der ganze Stress einfach so heraus floss.

Nach den 45 Minuten fühlte ich mich um einiges leichter und freier. Ähnlich zu einer langen Meditation.

Die Geschichte des Floatens

Während der New-Age Bewegung in den Siebzigern bekamen die Floating Bäder eine größere Aufmerksamkeit, aufgrund ihrer starken Wirkung auf den Geist.

Diese Wirkung beruht auf die vollkommene Isolation äußerer Reize und genau das war auch das Ziel, das bei der Entwicklung und Erforschung dieses Tanks ursprünglich avisiert wurde.

John C. Lilly, ein amerikanischer Neurophysiologe, entwarf damals im Auftrag der Regierung die erste Floating Anlage im Jahr 1954 und testete in vielen Versuchsreihen die Wirkung der kompletten Isolation der Sinne oder auch “Sensorische Deprivation”.

Viele Kollegen belächelten John C. Lilly und wieder andere glaubten, dass eine sensorische Deprivation Geisteskrankheiten auslöse. Was John C. Lilly in seinen vielen Versuchen herausfand war allerdings das genaue Gegenteil.

Wenn das Hirn keine äußeren Sinnesreize verarbeiten muss, geht es in den Zustand der totalen Entspannung. Hier werden besonders die Thetawellen aktiv, die normalerweise nur in der Schlafphase oder bei Kleinkindern dominant sind.

Dadurch geht man in eine andere Bewusstseinsebene, in der effektiv Stress abgebaut werden kann und sich alle Körpermuskeln entspannen.

John C. Lilly war sogar der Meinung, dass an keinem anderen Ort eine derart tiefe Entspannung für alle Muskelgruppen möglich wäre wie bei Floating.

Aufbau der Floating Anlage

Die Floating Anlage oder auch “Deprivation Tank” (In der Hippie-Bewegung: Samadhi-Tank) ist eine Art Badewanne die durch eine schalldichte Kabine von der Außenwelt abgeschirmt wird.

Das Wasser wird durch Zugabe von Salzen – in den meisten Fällen Magnesiumsulfat – auf eine Dichte von 1,3 erhöht.

Die Temperatur des Wassers beträgt ca. 35°, das entspricht der Haut-Außentemperatur und führt dazu, dass die kinästhetischen Sinnesreize komplett ausgeschaltet werden.

Man spricht hier auch von “Thermoneutral”. Durch dieses Setting: dem “Schweben” auf dem Wasser, die Thermoneutralität und der freiwillige Entzug von visuellen und akustischen Reizen führt dazu, dass die eigene Körpergrenze verschwindet und das Gehirn samt aller Muskelgruppen in eine tiefe Entspannung geht.

Es müssen praktisch keine externen Daten mehr vom Gehirn verarbeitet werden, wodurch Bilder, Erinnerungen und Erfahrungen, die im Unterbewusstsein gespeichert sind, plötzlich mehr Raum bekommen und wieder zum Leben erweckt werden.

Die Wirkung von Floating

Die Hauptwirkung des Floatings ist die enorme Stressreduzierung, psychisch sowie körperlich. Es ist dieser komplette Reizentzug und das Zusammenspiel mit dem Magnesiumsulfat, dass alle Muskeln entspannt und den Geist entlastet.

Es ist manchmal erschreckend, wie man erst nach dem Floating bemerkt wie versteift die Muskeln und gestresst der Geist war.

Ich denke besonders Städter, die den ganzen Tag einem Getümmel an Reizen ausgesetzt sind, profitieren von einer Floating-Sitzung. Doch was sind die konkreten Wirkungen?

Mentale Wirkung durch Floating

Physische Wirkung

Epsom Salz zum Floaten

Magnesium-Sulfat/Epsom Salz: Das Salz im Floating-Wasser

Magnesium wird auch als Salz der inneren Ruhe bezeichnet. Es schützt mit seiner dämpfenden Wirkung vor akutem Stress und stärkt die psychische Stabilität. Das erreicht dieses besondere Salz, indem es Kalzium entgegen wirkt.

Zwischen einzelnen Nervenzellen werden chemische Signalstoffe oder auch Neurotransmitter genannt als elektrische Ladungspakete über die Synapsen geschickt.

Elektrisch geladene Teilchen bewirken dabei einen Stromfluss und bewegen sich in eine Richtung. Kalzium unterstützt diese Funktion. Doch wenn zu viele Impulse stattfinden und eine kritische Menge überschritten wird, kann Magnesium als Dämpfer wirken und hält den Kalzium-Ionen entgegen.

Bei Magnesium-Mangel fehlt dieser Schutzmechanismus oder ist stark beeinträchtigt. Das kann zu Nervösität, Krämpfen und auch vielen weiteren Problemen führen. Das ist auch der Grund warum ich Magnesium für eine bessere Schlafqualität empfehle.

Dabei kann Magnesium nicht nur über die Nahrung zugeführt werden, sondern der Körper resorbiert auch Magnesium über die Haut wie es beim Floating der Fall ist und in vielerlei Hinsicht Vorteile mit sich bringt. 

(Der Sulfat-Anteil dieses Salzes, oder auch Schwefel, sorgt für eine Entgiftung des Körpers.)

Wo kannst Du Floaten und geht das auch Zuhause?

Für das volle Programm “Deprivation Tank” besteht wirklich nur die Möglichkeit ein geeignetes Center aufzusuchen, das Floating anbietet.

Zuhause wäre das ein viel zu aufwendiges Unterfangen und eine Heizung, die das Wasser auf konstante 35° beheizt haben, denke ich, die wenigsten.

Floating-Anlagen gibt es allerdings mittlerweile in allen großen deutschen Städten verteilt, sodass das kein Problem werden dürfte.

Du kannst allerdings die Vorzüge des Epsom-Salz zuhause für einen Kleckerbetrag nutzen. Wie bereits erwähnt besteht dieses Salz aus Magnesium und Schwefel.

Das Magnesium erleichtert dem Organismus die Aufnahme von Calcium, welches sich sonst über die Zeit in Muskeln und Gewebe ansammeln kann dort zu Verhärtungen und erhöhten Tonus führt.

Mithilfe von Bädern in Epsom-Slaz, wird es über die Haut aufgenommen und gelangt direkt in die Zellen. Der Vorteil im Gegensatz zu oral eingenommenen Magnesium ist, dass hier gleich viel mehr Magnesium resorbiert werden kann.

Die beste Zeit für ein Bad mit Epsom-Salz ist nach starker sportlicher Betätigung, um die körperliche Regeneration anzukurbeln. Ein anderer geeigneter Zeitpunkt wäre ein Bad vor dem Schlafengehen – durch die muskelentspannende Wirkung lässt sich hier nach wunderbar schlafen.

Auch bei Verspannungen im Nacken und Halswirbelbereich kann dieses Bad eine deutliche Linderung bringen.

Vollbad mit Epsom Salz

Für ein Vollbad gibst Du mindestens 500g Epsom-Salz dem Wasser hinzu. Für eine effektive Magnesium-Aufnahme sollte das Wasser körperwarm und wirklich hochgesättigt sein. (Du kannst nicht überdosieren)

Plane eine Dauer zwischen 20 und 30 Minuten ein, damit die Wirkung sich voll entfalten kann. Während des Badens solltest du für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen, stell dir also am besten ein Glas Wasser zur Hand.

Fußbad mit Epsom Salz

Wenn du keine Badewanne zuhause haben solltest, kannst du trotzdem eine Epsom-Salz Anwendung durchführen, nämlich indem du ein Fußbad durchführst.

Dazu füllst du einen Behälter mit warmen Wasser, gibst ein Käppchen Epsom-Salz hinzu und badest deine Füße für eine Dauer von ca. 20-30 Minuten.

Was ist Floaten

Floating ein potenter Biohack gegen Stress

Floating ist ein absolut wirkungsvoller Biohack, wenn es darum geht Stress in kürzester Zeit zu kompensieren.

In Kombination mit autogenem Training hat es für mich selbst bahnbrechende Auswirkungen gehabt und konnte mich von chronischen Nackenverspannungen befreien.

Es ist nicht ganz preiswert, doch jeden einzelnen Cent wert, wenn man das Gefühl hat dass man innerlich gestresst, getrieben oder verspannt ist.

Es ist bemerkenswert, welche Gedanken in einem “Deprivation Tank” hochkommen und welche Erinnerungen wieder zum Vorschein dringen.

Ich kann es Dir nur wärmstens empfehlen und wünsche Dir ein angenehmes Floaten.

Floating Wiki – Häufige Fragen

1. Was ist Floating?

Floating ist eine Wellness-Methode in der man schwerelos auf stark salzhaltigem Wasser schwimmt. Durch den Salzanteil ist der Auftrieb so groß, dass man das Gefühl hat, dass man “schwebt”.

2. Was ist ein Floating Becken?

Ein Floating Becken ist ein großes Wasserbecken, das extra zum Floaten ausgelegt ist. Es kann die Wassertemperatur auf konstante 35°C halten und ist in einigen Fällen mit einer Klappe ausgestattet, sodass der Anwender sich von äußeren Reizen wie Akustik und Licht abkapseln kann.

3. Was bringt Floating?

Floating ist in der Lage Stress und depressive Zustände stark zu verringern und wird daher, neben Wellness-Anwendungen, auch zu therapeutischen Zwecken bei beispielsweise ADS oder Burn-Out-Syndrom angewendet.

4. Wann sollte ich nicht ins Floating Becken steigen?

Bei Platzangst, Schwindelproblemen, Herzproblemen und einigen weiteren Kontraindikationen sollte man vorher mit dem behandelnden Hausarzt reden und den Floating-Betreiber konsultieren.

5. Wie oft kann ich Floating betreiben?

Hier sollte man sehr genau auf den eigenen Körper achten. Grundsätzlich könnte man jede Woche zum Floating gehen.

Quellenverzeichnis   [ + ]

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