Frau im Rotlicht

Die Rotlichtlampe – eine Geheimwaffe für Gesundheit und Energie?

Du willst mehr Energie, jugendliches Aussehen und dich einfach rundum wohl in deiner Haut fühlen? Die Rotlichtlampe ist eine simple und relativ günstige Möglichkeit, mit der du jeden Tag etwas für deine Gesundheit tun kannst.

In diesem Artikel erfährst du:
– Warum Rotlicht so viele Vorteile hat.
– Was eine Rotlicht-Therapie im Körper bewirkt.
– Wie die Anwendung von Rotlicht funktioniert.
– Worauf du beim Kauf einer Rotlichtlampe achten solltest.

Die Besonderheiten der Rotlichtlampe

Die Rotlichtlampe ist ein alter Hausfrauentrick bei Erkältungen und um die Nasennebenhöhlen freizubekommen. Und sie kann noch vieles mehr. Rotlichtlampen strahlen einen Großteil ihres Lichtes im Infrarotbereich (IR-Bereich) aus.

Besonders IR-A–Strahlung dringt mit ihrer Wellenlänge von 780 bis 1400 Nanometer vergleichsweise tief (etwa bis zu 5 mm) in die Haut und bis zur Unterhaut ein.

Dort werden Moleküle angeregt und in Schwingung versetzt. In der Folge steigt die Temperatur und man empfindet Wärme. Diese kann sogar zu anderen Bereichen im Körper indirekt weitergeleitet werden. Da die Infrarotstrahlung als warm wahrgenommen wird, bezeichnet man sie auch als Wärmestrahlung.

Rotlichtlampe leuchtet

Sonnenersatz per Knopfdruck?

Wir alle wissen es: Jeder Mensch benötigt genügend Sonnenlicht, um korrekt funktionieren zu können. Es regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus, sorgt für gute Laune und Energie.

Sonnenlicht besteht aus verschiedenen Wellenlängen. Man kann sie grob in ultraviolettes Licht (UV: 100–400 nm), sichtbares Licht (380–780 nm) und infrarotes Licht (IR: 780 nm-1 mm) aufteilen.[1]https://www.icnirp.org/en/frequencies/index.html Sie erfüllen unterschiedliche Funktionen für den menschlichen Körper.

UV-Strahlung und sichtbares Licht

Das UV-Licht ist beispielsweise wichtig für die Produktion von Vitamin D, sorgt aber zusammen mit dem sichtbaren Licht auch für Wachheit, gute Laune und das wohlige Gefühl nach einem Sonnenbad.

Bei einem Winterblues, der oft aufgrund von fehlendem Sonnenlicht entsteht, ist eine Rotlichtlampe weniger geeignet. Stattdessen empfiehlt sich die Anschaffung einer Tageslichtlampe.

Studien zeigen, dass die Lichttherapie mit einer Tageslichtlampe bei depressiven Verstimmungen im Winter genauso hilfreich sein kann wie Psychopharmaka.

Rotlichtlampen als Biohacker-Tool

Infrarotstrahlung wird traditionell unter anderem zur Linderung von Erkältungen, zur Befreiung der Nasennebenhöhlen oder zur Behandlung von Muskelschmerzen und Verspannungen eingesetzt. Auch bei verschiedenen Hautbeschwerden wie unreiner Haut oder zur Verbesserung der Wundheilung kann sie hilfreich sein.

Für einen gebräunten Teint sorgt sie zwar nicht, da dies nur durch UV-Strahlen möglich ist. Dennoch berichten zahlreiche Menschen von einer strahlenden Gesichtshaut nach der Anwendung der Rotlichtlampe.

Auch hat sie einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Energie. Biohacker nutzen sie daher insbesondere für einen (morgendlichen) Powerbooster.

Das Geheimnis: die Wirkung auf unsere Mitochondrien

Der positive Effekt der Rotlichtlampe lässt sich auf die ausgestrahlten Infrarotstrahlen zurückführen, welche aus Photonen bestehen. Diese Photonen passieren die Haut und dringen schließlich in unsere Zellen ein.

Dort reagieren sie mit bestimmten Bestandteilen der Mitochondrien, den sogenannten Chromophoren. In jeder Zelle befinden sich tausende Mitochondrien, welche auch als Energiekraftwerke der Zelle bezeichnet werden.

Rote Strahlen eines Lasers

In den Mitochondrien wird während der sogenannten Atmungskette, die viele von uns noch aus dem Bio-Unterricht kennen, ATP gebildet. ATP ist der universelle Energieträger unseres Körpers und ist Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Organismus.

Alle körpereigenen Prozesse werden mit ATP angetrieben. Produzieren unsere Mitochondrien also viel ATP, dann sind wir energiegeladen und leistungsfähig. Ist hingegen wenig ATP vorhanden, kann sich das in Müdigkeit und Abgeschlagenheit äußern.

Energie und Wachheit durch Rotlicht

Die Besonderheit am Infrarotlicht ist nun, dass dieses mit den Chromophoren in unseren Mitochondrien reagiert.

Im Detail passiert Folgendes: Innerhalb der Mitochondrien bildet sich unter bestimmten Umständen wie z. B. bei Stress eine Verbindung zwischen dem Molekül Stickstoffmonoxid (NO) und dem Enzym Cytochrom C Oxidase (CCO). Diese Verbindung sorgt dafür, dass das Enzym CCO nicht mehr korrekt arbeiten kann. Das ist schlecht, denn es ist maßgeblich an der Produktion von ATP beteiligt.

Treffen nun Photonen von Infrarotlicht auf eine solche Verbindung, regen diese die Elektronen an. Das hat zur Folge, dass der Bund zwischen CCO und NO gesprengt wird. CCO kann nun wieder korrekt arbeiten und ATP produzieren.[2]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5523874/

Das freigewordene NO-Molekül geht schließlich ins Blut über und sorgt im gleichen Zuge bei den meisten Menschen für einen Energieboost.[3]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23334615/ Es spielt im Körper eine wichtige Rolle, insbesondere in den Blutgefäßen. Dort sorgt es dafür, dass sie glatt bleiben und keine Plaques bilden, sodass das Blut besser fließen kann. Auch für das Immunsystem und bei Entzündungen spielt Stickstoffmonoxid eine gesundheitsfördernde Rolle.[4]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18236016/

Erwiesene Effekte eines regelmäßigen Rotlichtlampen-Gebrauchs

Innerhalb der Zelle werden durch die Bestrahlung mit Infrarotlicht noch zahlreiche weitere Mechanismen in Gang gesetzt. Seit Jahrzehnten erforschen Wissenschaftler genau jene Zusammenhänge. Sogar die NASA entdeckte vor etwa 30 Jahren, dass durch die Bestrahlung mit Rotlicht nicht nur Pflanzen schneller wachsen, sondern auch Wunden an den Händen der Wissenschaftler zügiger verheilen.[5]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4272231/

In den folgenden Jahren kamen viele weitere Entdeckungen hinzu.

Mann steht im Licht einer Rotlichtlampe

Haut & Anti-Aging

Die Haut ist eines der Hauptanwendungsgebiete der Rotlichtlampe. Eine regelmäßige Anwendung im Gesicht soll verjüngend wirken, die Haut glatter und elastischer sowie die Hautfarbe optisch schöner wirken lassen.[6]https://www.inbmedical.com/9-clinical-studies-that-demonstrate-the-anti-aging-benefits-of-infrared-light-therapy Ein besonders bedeutender Effekt könnte die Anregung der Kollagen-Synthese sein.[7]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19587693/[8]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3926176/

Auch bei schmerzhaften Hauterkrankungen wie Psoriasis, Herpes und Akne scheint eine Rotlichttherapie erfolgversprechend zu sein.[9]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4126803/

Muskelregeneration, -wachstum und Verspannungen

Viele Sportler und Biohacker nutzen die Rotlichtlampe vor allem für diesen Zweck. Nach einem harten Training, bei dem man die körperlichen Grenzen herausgefordert hat, ist eine adäquate Regeneration der Muskulatur essentiell.

Infrarotlicht soll dazu beitragen, dass die strapazierten Muskeln sich deutlich schneller erholen. Auf diese Weise kann die Trainingsfrequenz hoch bleiben, ohne Verletzungen zu riskieren.

Interessanterweise soll rotes Licht sogar das Muskelwachstum ankurbeln. In einer 8-wöchigen Studie wurden zwei Gruppen von Sportlern verglichen: Eine die, nur ihr Training absolvierte vs. die andere, die zusätzlich zum Training eine Rotlichttherapie anwandte.

Die Ergebnisse waren verblüffend. Zwar nahmen beide Gruppen an Muskelvolumen sowie Muskelstärke zu, doch bei der Lichtgruppe belief sich diese Zunahme um etwa 50% mehr als in der Gruppe, die nur trainierte.[10]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25417170/

Auch bei Verspannungen kann die Bestrahlung mit einer Rotlichtlampe sehr wohltuend sein. Da die Strahlen tief ins Gewebe eindringen, können sie dort effektiv ihre Wirkung entfalten. Wenn man eine Massage plant, ist das übrigens die perfekte Vorbereitung.

Gelenkschmerzen & Entzündungen

Es gibt zahlreiche Studien über Infrarotlicht-Therapie bei (entzündlichen) Gelenkschmerzen. Beispielsweise soll der Einsatz bei rheumatoider Arthritis den Schmerz um bis zu 70% reduzieren können.

Auch die für diese Erkrankung typische morgendliche Steifheit wurde in einer Studie durch die Rotlicht-Anwendung vermindert.

Ebenso ist ein genereller entzündungshemmender Effekt durch Rotlicht bekannt.[11]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5523874/

Rotlichtlampe

Positive Beeinflussung von Hirnfunktionen und Psyche

In einer Studie wurden Frauen und Männer untersucht, die in ihrer Vergangenheit unter leichten traumatischen Hirnverletzung gelitten hatten. Über einen Zeitraum von 6 Wochen bekamen sie eine Rotlicht-Therapie über 18 Sitzungen verordnet.

Am Ende stellten die Forscher Verbesserungen des Schlafes, der Exekutivfunktionen (z. B. Planen, Entscheidungen treffen) und des Sozialverhaltens fest. Auch konnten die Probanden bestimmte Aufgaben effizienter absolvieren und berichteten von Verbesserungen ihrer Depressionen, Ängste und Kopfschmerzen.

Schlafqualität und Melatonin-Produktion

Jeder von uns weiß: Künstliches Licht von Smartphones und Notebooks dominiert die Welt. Und es kann unseren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus gepflegt auf den Kopf stellen. Das gilt jedoch nicht für Infrarotlicht – im Gegenteil.

In der Biohacking-Szene beobachten die Anwender von Rotlichtlampen immer wieder wie sich ihr Schlaf teils drastisch verbessert. Das wurde auch in einer Studie mit Basketball-Spielerinnen bestätigt, in denen nicht nur die Schlafqualität durch Rotlicht signifikant stieg, sondern auch der Melatonin-Spiegel im Blut. Schlussendlich verbesserte sich auch die sportliche Ausdauerfähigkeit der Probandinnen.

Verbesserung des Darmmikrobioms

Es bestehen Hinweise, dass das regelmäßige Bestrahlen der Bauchgegend mit Rotlicht sogar zur Verbesserung des Darmmikrobioms beitragen kann. Genau genommen vermehrte sich in einer Studie mit Mäusen durch die Rotlicht-Therapie eine bestimmte Bakterienart im Mikrobiom, die als gesundheitsfördernd gilt.[12]https://www.researchgate.net/publication/327783901_Emerging_Applications_of_Photobiomodulation_Therapy_The_Interaction_Between_Metabolomics_and_the_Microbiome

Man weiß heute, dass ein aus dem Gleichgewicht geratenes Mikrobiom mit unzähligen Krankheitsbildern in Verbindung steht. Daher könnte eine positive Beeinflussung der Darmbakterien mittels einer Rotlichtlampe sich auch auf weitere Arten gesundheitsfördernd auswirken.

Gibt es Risiken bei einer Rotlicht-Therapie?

Negative Auswirkungen können vor allem dann erwartet werden, wenn man es mit der Rotlicht-Therapie übertreibt. Ein unzureichender Abstand zur Rotlichtlampe, eine zu lange Bestrahlung oder das Ignorieren eines unangenehmen Hitzegefühls können vor allem der Haut schaden. Experten warnen in solchen Fällen vor beschleunigter Hautalterung bis hin zur Entstehung von Hautkrebs.

Auch die Augen sind empfindlich gegenüber Infrarotstrahlung. Wenn du also dein Gesicht bestrahlen möchtest, solltest du eine hochwertige Schutzbrille nutzen.

Wer eine Erkrankung oder bestimmte Beschwerden mittels Infrarotlicht behandeln möchte, sollte sich zuvor gut erkunden. Der Grund ist, dass sich eine Wärmebehandlung in bestimmten Fällen, z.B. bei akuten Entzündungen, negativ auswirken kann. Im Zweifel sollte daher stets ein Arzt befragt werden.

Anwendung der Rotlichtlampe: Worauf du achten solltest

Zunächst einmal ist es wichtig eine qualitativ hochwertige Rotlichtlampe zu kaufen. Die 9,99 Euro Variante aus dem Drogeriemarkt ist da vielleicht nicht die beste Wahl.

Rotlichtlampe kaufen

Vor allem kommt es auf die richtige Wellenlänge an, sodass das Licht überhaupt von unseren Zellen absorbiert werden kann und tief genug in das Gewebe eindringt. Infrarotes Licht liegt in einem Wellenlängenbereich zwischen  780 nm bis 1 mm.[13]https://www.bfs.de/DE/themen/opt/ir/einfuehrung/einfuehrung_node.html

Laut dem aktuellen wissenschaftlichen Stand eignen sich Wellenlängen zwischen 700 und 1000 nm am besten für therapeutische Zwecke. Wenn du eine Lampe mit einer Kombination aus 660 nm (sichtbares Rot) und 850 nm (Nah-Infrarot-Bereich) findest, machst du definitiv nichts falsch.

Wie oft, wie lange und wo?

Um mögliche Risiken zu vermeiden, ist es wichtig die Rotlichtlampe maßvoll einzusetzen. Empfohlen wird meist eine Bestrahlung von 10 bis 15 Minuten pro Tag. Wenn du bestimmte Beschwerden therapieren möchtest, solltest du das Licht auf die entsprechende Stelle richten.

Für einen morgendlichen Energieboost kannst du deinen gesamten Körper bestrahlen. Angefangen beim Kopf bis runter zum restlichen Körper. Achte darauf, dass es jederzeit angenehm bleibt. Bei zu starker Hitze solltest du die Lampe weiter entfernt positionieren.

Achtung, wie bereits erwähnt: Falls du die Lampe direkt ins Gesicht richtest, solltest du unbedingt eine gute (!) Schutzbrille nutzen, da das Infrarotlicht selbst bei geschlossenen Augen Schäden verursachen kann.

Fazit: Die Rotlichtlampe als effektiver Gesundheitsbooster

Rotlichtlampen sind echte Biohacks und können das i-Tüpfelchen jeder Morgenroutine sein. Sie gelten als Anti-Aging-Waffe, sorgen für Energieproduktion und gute Laune. Die angenehme Wärme ist vor allem im Winter unglaublich wohltuend. Falls du dir eine Rotlichtlampe zulegen möchtest, empfehlen wir dir vorher gründlich zu recherchieren und lieber ein paar Euros mehr auszugeben.

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